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Digitale Produkte verkaufen: Ein vollständiger Leitfaden

Erfahre, was digitale Produkte sind, wie du digitale Produkte online verkaufen kannst und was du brauchst, um dein Unternehmen zum Erfolg zu führen.

Stell dir vor, du hast ein erfolgreiches Unternehmen oder eine lukrative Nebentätigkeit, bei der du nichts herstellen, lagern oder versenden musst – zumindest nichts Physisches. Wenn sich das gut anhört, könnte ein Online-Geschäft mit digitalen Produkten das Richtige für dich sein.

Digitale Produkte sind einfach zu vermarkten und zu verkaufen, und fast alles kann in irgendeiner Form als digitales Produkt verkauft werden. Lies weiter, um mehr über die großartige Möglichkeit zu erfahren, ein Online-Geschäft zu gründen, dein bestehendes Produktangebot zu erweitern oder deine Idee vom Start zum Erfolg zu führen.

Was sind digitale Produkte?

Digitale Produkte sind Waren, die nicht in einer physischen Form existieren. Stattdessen handelt es sich um digitale Dateien, die den Käufern in der Regel elektronisch über eine App, E-Mail oder den direkten Download von einer E-Commerce-Website zugestellt werden. Alles, was digital versendet oder heruntergeladen werden kann, ist ein digitales Produkt.

Digitale vs. physische Produkte

Auf den ersten Blick mögen digitale und physische Produkte sehr unterschiedlich erscheinen. Physische Güter sind Produkte, die angefasst, gesehen und mit denen physisch interagiert werden kann. Ein Buch ist ein physisches Produkt, ein E-Book hingegen ist ein digitales Produkt. Ein Brettspiel ist physisch, während eine Spiele-App, die auf ein Handy heruntergeladen wird, digital ist.

Diese beiden Arten von Produkten haben jedoch auch Gemeinsamkeiten. Sie können sowohl über E-Commerce-Websites als auch über Online-Marktplätze gekauft und verkauft werden. In beiden Fällen ist es möglich, das Produkt zu besitzen – das physische Objekt selbst, die digitale Datei oder ein Abonnement, das dir für einen bestimmten Zeitraum Zugriff auf das Material gewährt. Und beides sind Möglichkeiten, um ein erfolgreiches Online-Geschäft aufzubauen.

Die Vorteile digitaler Produkte

Wenn du erwägst, digitale Produkte für den Online-Verkauf zu entwickeln, lies weiter, um zu erfahren, welche Vorteile es hat, deine Idee in ein tragfähiges Geschäft umzusetzen.

Weltweiter Kundenstamm

Wenn du Produkte verkaufst, die nicht versendet werden müssen, ist es einfacher, sie überall hin zu verkaufen. Du musst dich nicht um das Porto, die Zollbestimmungen und die Rückgabe oder den Umtausch kümmern. Auch dein Marketing ist einfacher. Mit der globalen Reichweite eines Social-Media-Accounts können deine Kunden nebenan oder am anderen Ende der Welt sein.

Passives Einkommen

Viele digitale Produkte eignen sich hervorragend, wenn du passives Einkommen erzielen möchtest – Geld, das du mit minimalem oder gar keinem laufenden Aufwand verdienst. Wenn du ein E-Book oder Stockfotos verkaufst, müssen diese Artikel nur einmal erstellt werden und generieren jedes Mal, wenn jemand sie kauft, weitere Einnahmen.

Wenn du eine Dienstleistung wie Webdesign oder Nachhilfe anbietest, musst du die Arbeit jedes Mal erledigen, wenn jemand einen Kauf tätigt. Du kannst aber auch im Voraus Materialien vorbereiten, die du immer wieder verwenden kannst, z. B. Webdesign-Vorlagen oder Unterrichtsmaterialien.

Ad-Verkauf

Wenn du Online-Inhalte wie Videos oder einen Blog erstellst, kannst du außerdem Ads verkaufen, die jedes Mal, wenn sie angesehen werden, zusätzliche Einnahmen bringen. Websites wie YouTube machen es für berechtigte Videos einfach, einkommensgenerierende Ads einzubauen.

Skalierbar

Viele digitale Produkte sind skalierbar, was bedeutet, dass du mehr Kunden gewinnen und mehr Umsatz erzielen kannst, ohne den Arbeitsaufwand entsprechend zu erhöhen.

Die Skalierbarkeit ähnelt dem passiven Einkommen, erfordert jedoch einige Arbeit. Wenn du zum Beispiel Software zum Herunterladen verkaufst, musst du regelmäßige Updates durchführen und den Käufern bei Fragen oder Problemen in Form eines Kundendienstes helfen.

Keine Begrenzung für Produkte oder Lagerbestände

Weil du deine Produkte nicht herstellen, lagern oder versenden musst, musst du keinen Lagerraum mieten, den Überblick über den Bestand behalten oder schwierige Entscheidungen darüber treffen, welche Produkte eine begrenzte Regalfläche verdienen.

Du kannst Produkte sogar schnell und einfach personalisieren oder anpassen. Wenn du zum Beispiel Baupläne für Holzbearbeitungsprojekte entwirfst, hast du vielleicht mehrere Standard-Tarife. Du kannst deinen Kunden aber auch die Möglichkeit bieten, aus mehreren modularen Elementen zu wählen oder eine Kombination aus einem vorgefertigten Muster und einer persönlichen Beratung zu kaufen, um das Produkt an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Von überall aus arbeiten

Wenn du keine physischen Produkte verkaufst, kannst du dein Geschäft führen, wo immer du willst. Besonders beliebt ist der Verkauf digitaler Güter bei Menschen, die von zu Hause aus arbeiten möchten.

Außerdem finden Online-Unternehmer, die viel reisen oder umziehen, oft, dass der Verkauf digitaler Produkte eine gute Option ist. Deine Kunden wissen nicht, ob das Produkt, das sie kaufen, in deinem Homeoffice oder in einem Ferienhaus am Strand erstellt und hochgeladen wurde, also kannst du dort arbeiten, wo es für dich am sinnvollsten ist.

Keine Fulfillment-Kosten

Anders als bei physischen Produkten musst du nicht genug Artikel herstellen, die du auf Lager hältst, den Bestand verwalten, Rücksendungen bearbeiten oder dich mit den Kosten und dem Aufwand für den Versand zu befassen.

Darüber hinaus arbeiten viele Unternehmen, die digitale Produkte verkaufen, im Homeoffice, in Coworking Spaces oder in kleinen, gemieteten Arbeitsräumen. Alles, was du wirklich brauchst, ist eine Internetverbindung. Und da Kunden nicht an einen physischen Standort kommen, um einen Kauf zu tätigen, ist es nicht notwendig, für einen Einzelhandelsstandort zu bezahlen.

Herausforderungen beim Vertrieb digitaler Produkte

Der Verkauf von digitalen Produkten anstelle von physischen Produkten hat zwar viele Vorteile, aber es gibt auch Herausforderungen. Plane im Voraus, damit du bereit bist, wenn sie eintreten.

Überfüllter Marktplatz

Weil der Verkauf digitaler Produkte oft weniger Aufwand erfordert, gibt es viele Menschen, die dies tun. Das sollte dich nicht aufhalten, aber du kannst dir die besten Chancen auf Erfolg verschaffen, indem du sicherstellst, dass du dich von der Masse abhebst. Wenn du zeigst, dass du Erfahrung hast und deine Arbeit professionell angehst, wirst du erfolgreich sein.

Überlege dir, was dein Produkt oder deine Dienstleistung einzigartig oder besser als die Konkurrenz macht. Wenn du Grafikdesigner bist: Hast du Zertifizierungen für bestimmte Softwareprogramme, die dein Fachwissen belegen? Hast du mit bekannten Kunden oder Menschen gearbeitet, die bereit wären, positive Erfahrungsberichte abzugeben?

Wettbewerb mit kostenlosen Produkten

Da digitale Produkte relativ einfach zu produzieren und zu liefern sind, gibt es oft kostenlose Versionen. Hierbei kann es sich um Produkte handeln, die als Werbung für andere Produkte oder Dienstleistungen oder als Mehrwert für einen Blog oder eine Website dienen.

Da es sich bei digitalen Produkten außerdem nicht um materielle Gegenstände handelt, stellen Verbraucher manchmal ihren Wert in Frage und suchen nach kostenlosen Optionen. Hier kommen deine Expertise und deine Erfahrung ins Spiel.

Ja, es gibt viele kostenlose Optionen für digitale Kunst oder Vorlagen für Websites, aber werde einfach dein eigener bester Vertriebsmitarbeitender. Lass die Kunden wissen, warum es sich lohnt, für deine digitalen Kunstprodukte zu bezahlen, einschließlich Informationen zu deiner Ausbildung, Referenzen von zufriedenen Kunden, erstklassigen Kundenservice-Bewertungen sowie der Möglichkeit, Designs genau entsprechend der Kundenwünsche anzufertigen, anstatt eine generische Vorlage zu verwenden.

Piraterie

Es kann leicht sein, digitale Produkte zu kopieren und weiterzuverbreiten. Physische Artikel können natürlich auch gefälscht werden, aber mit viel höheren Kosten und Aufwand. Es gibt Möglichkeiten, sich vor dem unbefugten Kopieren digitaler Artikel zu schützen (wie das Verschlüsseln von PDF-Dateien). Du könntest auch erwägen, eine Schutzmarke oder ein Copyright zu verwenden, um deine Arbeit zu schützen.

So entscheidest du, was du verkaufen möchtest

Die Vielfalt der digitalen Produkte, die online verkauft werden können, ist nahezu endlos. Bevor du einsteigst, nimm dir etwas Zeit, um herauszufinden, was für dich am sinnvollsten ist. Es gibt zahlreiche digitale Produktideen, sodass du eine finden kannst, die perfekt zu deinem Hintergrund, deiner Erfahrung, deinen Fähigkeiten und deinen Leidenschaften passt.

Prüfe deine Fähigkeiten und Erfahrungen

Jede berufliche, schulische oder persönliche Erfahrung ist eine Möglichkeit, um Ideen für digitale Produkte zu finden. Wenn du ein Einzelhandelsgeschäft besessen oder geleitet hast, hast du wahrscheinlich einen guten Einblick in den Verkauf, das Marketing oder den Kundenservice im Laden, den du in Online-Kursen weitergeben kannst. Hast du dich freiwillig für eine Spendenaktion in einer Gruppe engagiert? Ein E-Book über Community-Fundraising für gemeinnützige Organisationen kann auf diese Erfahrung aufbauen.

Löse dich von deiner Berufsbezeichnung

Viele der Fähigkeiten, die du erlernt hast, spiegeln sich wahrscheinlich nicht in deiner offiziellen Stellenbeschreibung oder deiner Freiwilligenarbeit wider. Wenn du als Assistent der Geschäftsführung gearbeitet hast, gehörten zu deinen Aufgaben vielleicht Projektplanung, Schreiben, Redigieren und Korrekturlesen, Desktop-Publishing und viele andere Dinge. Deine Erfahrungen in diesen Bereichen können dir dabei helfen, Fähigkeiten zu finden, die du für deine digitalen Produkte nutzen kannst.

Konzentriere dich auf deine Interessen

Beschränke dich nicht auf deinen Arbeitsplatz. Alles, was du gerne tust, kann die Grundlage für ein Unternehmen sein.

Wenn du immer diejenige bist, die Fotos für Freunde und Familie macht, kannst du deine Fähigkeiten in der Fotobearbeitung anbieten oder Fotos über eine Stockfoto-Website verkaufen. Wenn du ein Musikinstrument zum Spaß spielst, kannst du eine Reihe von kurzen Videos produzieren, die Kindern die Grundlagen vermitteln.

Es könnte sogar etwas sein, von dem du noch nicht weißt, wie es geht. Wenn du schon immer Tennis spielen lernen wolltest, wie wäre es, wenn du einen Blog startest, in dem du deinen Weg dokumentierst und Tipps für andere gibst? Du kannst dein Hobby zu Geld machen, indem du ein Abonnement verkaufst oder ein E-Book aus deinen Beiträgen machst.

Recherchiere den Markt

Bevor du deinen Online-Shop eröffnest, ist es sinnvoll, ein bisschen Marktforschung zu betreiben. Schau dir andere Websites an, die ähnliche Dinge verkaufen, um zu verstehen, welche Angebote bereits existieren. Wer ist die Zielgruppe? Wie werden die Produkte beworben? Welche Preispunkte und Preisstrukturen scheinen üblich zu sein? Denke wie ein Kunde und erkunde das Angebot.

Nutze außerdem die Recherchen von Marketingunternehmen. Einige davon bieten selbst digitale Produkte, während andere Ergebnisse kostenlos zur Verfügung stehen. Welche Produktkategorien werden voraussichtlich wachsen? Wie wird sich der Kreativmarkt in den nächsten Jahren voraussichtlich verändern?

Verbringe schließlich einige Zeit auf E-Commerce-Plattformen, die für dein Zielprodukt relevant sind. Wenn du einen Roman schreibst, welche E-Books führen die Bestsellerlisten an und was kannst du daraus lernen? Wie stellen andere Fachleute, die Online-Kurse anbieten, sicher, dass sich ihre Angebote von der Masse abheben?

Mache einen Probelauf

Wenn du dich entscheidest, digitale Waren zu verkaufen, kannst du klein anfangen. Ein großer Teil der Kosten für die Markteinführung eines physischen Produkts entfällt auf den ersten Entwurf, den Prototyp und die Herstellung. Bei digitalen Produkten fallen nicht viele dieser Kosten an.

Wenn du erwägst, professionelle Dienstleistungen über deine eigene Website anzubieten, könntest du damit beginnen, ein Profil auf einer Website zu erstellen, die Dienstleister mit Kunden für das Produkt, das du verkaufen willst, zusammenbringt. Du verzichtest zwar auf einen gewissen Prozentsatz deiner Einnahmen, aber deine Startkosten und dein Aufwand sind viel geringer und du bekommst ein gutes Gefühl dafür, wie der Markt aussieht und welcher Verkaufsansatz gut funktioniert. Du kannst auch Kundenrezensionen sammeln und Mundpropaganda erzeugen, um später deine eigene Website zu bewerben.

Wenn du vorhast, eine Romanreihe zu schreiben, solltest du nicht warten, bis alle Romane fertig sind, bevor du mit der Veröffentlichung beginnst. Poste das erste Buch (oder sogar die ersten paar Kapitel), um eine Zielgruppe aufzubauen, die es kaum erwarten kann, zu sehen, wie es weitergeht, und die den Rest deiner Reihe kaufen wird.

Sieben großartige Ideen für digitale Produkte

Du weißt vielleicht schon genau, welche digitalen Produkte für dich Sinn machen, aber falls du noch entscheiden musst, was du online verkaufen möchtest, haben wir einige Ideen aus beliebten Kategorien zusammengestellt.

Aber beschränke dich nicht. Der Marktplatz für digitale Produkte wächst und verändert sich ständig. Wenn du eine Idee für etwas Neues und Einzigartiges hast, leg los. Einer der ersten zu sein, der ein Unternehmen mit einer neuen Produktidee eröffnet, kann ein großartiger Weg zum Erfolg sein, dem andere folgen wollen.

1. Grafik und digitale Kunst

Wenn du Erfahrung mit Kunst und Design hast, kannst du deine Kreativität monetarisieren. Grafiken, Kunst und andere Produkte wie Vorlagen und Filter können eigenständig oder als Upgrades zu Grafikdesignseiten oder Social-Media-Diensten verkauft werden.

2. Software und Spiele

Fast jeder hat sich schon einmal gewünscht, dass es eine App gibt, die ein bestimmtes Bedürfnis erfüllt. Warum also nicht eine entwickeln?

Die Entwicklung von Spielen für die Nutzung auf einem Desktop-Computer oder einem mobilen Gerät ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, eine Einnahmequelle zu erschließen – entweder durch den Verkauf von Downloads, durch In-App-Käufe oder durch das Anbieten von Spielen auf Mitgliederseiten.

3. Webbasierte Apps

Auch bekannt als Software-as-a-Service (SaaS), werden diese Apps in der Cloud gespeichert. Kunden kaufen Online-Abonnements für den Dienst, anstatt Software auf ihren eigenen Computern zu installieren.

Dieses Modell ermöglicht es Kunden, von jedem Gerät mit Internetzugang auf das Programm zuzugreifen. Das bedeutet auch, dass du das Programm in der Cloud aktualisieren und pflegen kannst, ohne dass die Benutzer Updates herunterladen und installieren müssen.

Außerdem ist diese Option leicht skalierbar. Je mehr Kunden du hast, desto mehr Speicher- und Verarbeitungskapazität kannst du für minimale Kosten hinzufügen.

4. Bücher

Wenn du eine aufstrebende Autorin bist, sind E-Books ein beliebter und einfacher Weg, um eine Zielgruppe zu erreichen. Egal, ob es sich um Anleitungen für Hobbygärtner oder um eine Reihe von Science-Fiction-Romanen handelt, der Online-Verkauf von E-Books umgeht den langwierigen und schwierigen Verlagsprozess und gibt dir mehr Kontrolle (und Einkommen).

5. Stockfotografie

Egal, ob die Fotografie dein Beruf oder nur ein Hobby ist, mit deinen fotografischen Fähigkeiten kannst du online Geld verdienen. Stockfotos werden von Werbetreibenden, Verlagen und anderen lizenziert, um sie in ihren Inhalten zu verwenden. Du kannst entweder die Exklusivrechte an deinen Bildern verkaufen oder sie unter einer gebührenfreien Lizenz anbieten, sodass die Fotos bei jedem Verkauf immer wieder neue Einnahmen generieren.

6. Online-Kurse und -Tutorials

Wenn Menschen eine neue Fähigkeit erlernen oder ihr Wissen erweitern möchten, ist ein Online-Kurs eine bequeme und einfache Option. Du kannst deinen eigenen Online-Kurs in verschiedenen Formaten entwickeln – ein Live-Webinar, eine Video-Reihe oder sogar Einzelunterricht. Du kannst auch Bildungsprodukte wie Arbeitshefte erstellen, die zu deinem Kurs passen, um das Erlebnis zu verbessern.

7. Dienstleistungen

Die Dienstleistungen, die online als digitale Produkte angeboten werden können, sind fast grenzenlos. Bist du ein Mathe-Genie? Biete Nachhilfe oder Prüfungsvorbereitung an.

Weitere Ideen für Dienstleistungen umfassen Reiseplanung, Wohndesign und Berufsberatung. Je nach Branche solltest du dich über die Vorschriften und Zulassungsbestimmungen des Ortes informieren, an dem du tätig bist oder an dem sich deine Kunden befinden.

Erfolgsgeschichten digitaler Produkte

Egal, ob du heute schon bereit bist, digitale Produkte zu verkaufen, oder ob du noch überlegst, was du anbieten willst – vielleicht inspirieren dich die folgenden Geschichten von Menschen, die ein erfolgreiches Online-Geschäft mit digitalen Produkten aufgebaut haben.

Veröffentlichung von E-Books

Whitney Hill, die Autorin der Bestseller-Fantasy-Reihe Shadows of Otherside, hat 2020 damit begonnen, ihre Bücher über Kindle Direct Publishing von Amazon im Selbstverlag zu veröffentlichen. Seitdem hat sie zahlreiche weitere Bücher veröffentlicht, die Preise gewonnen und die Bestsellerlisten angeführt haben.

Fotografie

Obwohl die Stockfotografie nicht John W. DeFeos Hauptberuf ist (er ist Medien- und Marketingmanager), verdient er sich mit dem Verkauf seiner Fotos ein Nebeneinkommen. Er hat sogar einen Leitfaden zu seinen meistverkauften Fotos zusammengestellt, um dir zu helfen, zu verstehen, was sich am besten verkaufen könnte und warum.

Online-Kurse

Kelan und Brittany Kline starteten 2016 ihren Blog zum Thema private Finanzplanung. Seitdem haben sie sich mit Kursen, Arbeitsbüchern und anderen Bildungsprodukten, die Familien beim Umgang mit ihren Finanzen helfen, ein sechsstelliges Einkommen aufgebaut.

Beliebte E-Commerce-Plattformen

Es gibt viele allgemeine E-Commerce-Websites für den Verkauf digitaler Produkte. Im Folgenden findest du einige der beliebtesten Websites für digitale Produkte, die eine breite Palette von Produkttypen anbieten.

Mailchimp

Mailchimp hat alle Tools, die du benötigst, um deinen Online-Shop sofort zu starten. Es ist nicht nur einfach, deine Website einzurichten, sondern du kannst auch Webelemente wie Landingpages anpassen und mit den integrierten Marketing-Tools sogar Hilfe bei der Suche nach potenziellen Kunden erhalten.

Mailchimp automatisiert auch viele der Aufgaben, die mit dem Verkauf digitaler Produkte verbunden sind, so dass du den Auftragseingang nicht ständig selbst verwalten musst.

Etsy

Viele Menschen kennen Etsy als einen Ort, an dem sie handgefertigte und Vintage-Produkte aus der ganzen Welt kaufen können. Etsy unterstützt auch den Verkauf digitaler Produkte auf seiner Website.

Eine besonders erfolgreiche Produktkategorie auf Etsy sind Printables – digitale Dateien, die vom Käufer zu Hause ausgedruckt werden können. Dazu gehören Dinge wie Briefpapier und Einladungen, Schnittmuster zum Nähen, Vorlagen zum Basteln und Wandkunst.

Shopify

Shopify ist ein All-in-One-Service für E-Commerce-Unternehmen. Es ermöglicht Benutzern, einen Online-Shop zu erstellen und Produkte an anderen Orten wie sozialen Medien oder ihrer eigenen Website zu verkaufen.

Vielleicht entscheidest du dich eines Tages, auch physische Produkte zu verkaufen oder ein digitales Produkt in einem Pop-up-Store, bei einer Veranstaltung oder bei einer Konferenz zum Verkauf anzubieten. Wenn ja, bietet Shopify auch Dienstleistungen für den Point-of-Sale an.

MemberPress

MemberPress wurde für die Zusammenarbeit mit WordPress – einem Online-Content-Management-System – entwickelt und ermöglicht es dir, eine Paywall einzurichten und Mitgliedsbeiträge für Online-Kurse, E-Books, Software oder andere digitale Produkte zu erheben. So kannst du ganz einfach online verkaufen, ohne ein separates Konto einrichten oder einen anderen Dienst in WordPress integrieren zu müssen.

Gumroad

Gumroad ist eine E-Commerce-Website, auf der du deinen eigenen Online-Shop einrichten kannst. Gumroad konzentriert sich hauptsächlich auf herunterladbare digitale Produkte wie Vorlagen und Designs, aber du kannst auch Tickets, Mitgliedschaften und physische Produkte verkaufen.

Plattformen speziell für digitale Produkte

Neben Websites, auf denen du digitale Produkte in fast jeder Kategorie verkaufen kannst, gibt es auch Marktplätze, die sich auf bestimmte Produkte wie Online-Kurse, Grafikdesign oder Mitgliedschaften, die Zugang zu exklusiven Inhalten bieten, konzentrieren. Im Folgenden stellen wir einige von ihnen vor, um dir den Einstieg zu erleichtern.

Bücher

Kindle Direct Publishing von Amazon ermöglicht es Autoren, ihre Bücher im Selbstverlag zu veröffentlichen und über den Kindle-E-Book-Store von Amazon zum Kauf anzubieten. Autoren veröffentlichen ihre Bücher kostenlos, und Amazon erhält einen Prozentsatz des Verkaufspreises, wenn Exemplare verkauft werden.

Amazon ist nicht die einzige E-Commerce-Plattform, auf der du deine Bücher verkaufen kannst. Smashwords wurde 2008 speziell für Autoren gegründet, die E-Books selbst veröffentlichen. Smashwords listet auch Bücher auf beliebten Websites wie Barnes & Noble und OverDrive.

Fotografie

Das Einstellen und Verkaufen deiner Stockfotos ist so einfach wie das Hochladen deiner Aufnahmen bei Websites wie iStock, Shutterstock oder Getty Images. Der Markt ist stark umkämpft und die Erwartungen an die Qualität sind hoch, weshalb deine Urlaubsschnappschüsse es wahrscheinlich nicht schaffen werden.

Aber wenn du eine gute Kamera und ein bisschen Wissen über Fototechniken hast, kannst du Fotos einmal einstellen und jedes Mal Geld verdienen, wenn sie lizenziert werden.

Kurse und Schulungen

Wenn du dein Wissen weitergeben möchtest – Podia ist auf Online-Kurse, Mitgliedschaften und andere Bildungsprodukte spezialisiert. Podia verfügt über Tools, die sich wie ein echtes Klassenzimmer anfühlen und für deine Kunden einfach zu bedienen sind.

Du kannst Einzelunterricht und Nachhilfe auch auf Plattformen wie italki für das Sprachenlernen oder The Princeton Review für die Vorbereitung auf standardisierte Tests anbieten.

Verkaufen auf deiner eigenen Website

Es gibt auch gute Gründe, eine eigene Website zu erstellen, um deine digitalen Produkte zu verkaufen: Vielleicht gibt es keine Website, die gut zu dir passt. Oder du möchtest die Provisionen oder Gebühren vermeiden, die die Websites erheben, die auch eigene Kosten haben. Auch wenn du auf einem Marktplatz anfängst, kann es sinnvoll sein, eine eigenständige Website mit eigener Domain und Design zu haben, sobald dein Geschäft läuft.

Es gibt viele Dienste, die dir helfen, deine Website zu entwerfen, zu hosten und E-Commerce-Lösungen anzubieten, sodass Kunden dich direkt bezahlen, anstatt einen Drittanbieter-Marktplatz zu nutzen.

Marketingstrategie-Tipps für den Verkauf digitaler Produkte

Wenn du dein Unternehmen erst einmal auf die Beine gestellt hast, liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, einen Kundenstamm aufzubauen. Erwäge, einer Online-Community von digitalen Verkäufern beizutreten, um Tipps auszutauschen und von ihren Erfahrungen zu lernen oder lies weiter, um einige hilfreiche Vorschläge zu erhalten.

Perfektioniere deinen Pitch

Der Markt für digitale Produkte ist stark umkämpft. Um deine Produkte so erfolgreich wie möglich zu vermarkten, stelle sicher, dass du weißt, was sie auszeichnet. Hast du besondere Erfahrungen oder Kenntnisse im Bereich der künstlichen Intelligenz, die dein E-Book über KI zu einem Muss machen? Hast du Websites für bekannte Unternehmen oder gemeinnützige Organisationen designt? Falls ja, zeigt die Präsentation dieser Arbeit, dass du weißt, was du tust.

Scheue dich nicht, damit anzugeben, aber sei ehrlich. Du solltest deine Fähigkeiten nicht überbewerten, aber du solltest auch keine Angst davor haben, dein bester Vertriebsmitarbeitender zu sein.

Meistere Suchmaschinenoptimierung

Selbst deine besten digitalen Produktideen werden nichts bringen, wenn die Kunden dich nicht finden können. Stelle sicher, dass dein Unternehmen in den Suchergebnissen erscheint, wenn Leute nach dem suchen, was du verkaufst. Wenn du lernst, wie du den Content für deine Website schreibst und welche Wörter darin vorkommen sollten, wird dein Unternehmen bei den nützlichsten und relevantesten Suchanfragen ganz oben erscheinen.

Nutze soziale Medien

Als angehender Unternehmer hast du vielleicht kein Budget für Werbung. Aber mit den sozialen Medien kannst du dein Produkt kostenlos bewerben und dich gleichzeitig auf die richtige Zielgruppe konzentrieren.

Soziale Medien haben nicht nur eine weltweite Reichweite, sondern sind auch ein großartiger Ort, um die Kunden anzusprechen, nach denen du suchst, indem du Hashtags verwendest oder Online-Communitys auf Seiten wie Facebook nutzt.

Ermutige zu Empfehlungen

Eine weitere Möglichkeit, potenzielle Kunden auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen, ist, die Macht der Mundpropaganda zu nutzen. Sobald du ein paar zufriedene Kunden hast, bitte sie, Freunden, Familie oder Kontakten in den sozialen Medien von deinem Produkt zu erzählen. Du kannst sogar einen Rabatt auf zukünftige Produkte für jeden neuen Kunden oder jede Mailinglistenregistrierung anbieten.

Biete kostenlose Proben an

Wenn Kunden physische Produkte in einem Geschäft kaufen, können sie deren Qualität beurteilen oder Kleidung anprobieren, um zu sehen, ob sie passt. Selbst wenn sie physische Produkte online kaufen, bieten die meisten Shops einfache Möglichkeiten, sie zurückzugeben, wenn sie nicht das Richtig sind.

Bei digitalen Produkten ist es etwas komplizierter. Sie können unzufriedenen Kunden Rückerstattungen anbieten, aber bei den meisten digitalen Produkten ist es nicht möglich, sie zurückzugeben.

Verringere die Wahrscheinlichkeit, dass ein Produkt nicht ganz das ist, was jemand sucht, indem du eine kostenlose Probe anbietest. Viele Streaming-Dienste bieten Kunden bei der ersten Anmeldung eine kostenlose Woche oder einen kostenlosen Monat an. Wenn du ein Abonnementprodukt anbietest, kannst du dasselbe tun.

Wenn dein Produkt ein E-Book ist, verschenke das erste Kapitel als Probe. Wenn du digitale Vorlagen entwirfst, könntest du ein paar Designs kostenlos anbieten.

Die Zukunft des Verkaufs digitaler Produkte

Seit der Corona-Pandemie haben viele Menschen gelernt, dass es möglich ist, Vieles digital zu tun. Die Abonnementdienste von Amazon etwa für Musik und digitale Videos wachsen fast doppelt so schnell wie der Verkauf physischer Produkte.

Ob es um Online-Bildung, Softwarelizenzen oder mobile Apps geht, dieser Trend wird sich fortsetzen. Im Folgenden sind einige mögliche Wachstumsbereiche aufgeführt. Wenn du digitale Produkte in einem dieser Märkte verkaufst, könnte das eine bahnbrechende Erfolgsgeschichte werden.

Bildschirmlose Software

Bildschirmlose Software ist Software, mit der per Sprache interagiert werden kann. Smart Speaker wie Alexa von Amazons sind ein Beispiel, das derzeit in vielen Haushalten im Einsatz ist.

Bildschirmlose Software eröffnet neue Möglichkeiten für den Verkauf digitaler Produkte. Einige Sprachlern-Apps wie Duolingo können einem Benutzer bereits zuhören und feststellen, ob er richtig spricht.

Digitale Erlebnisse

Viele Menschen geben ihr Geld lieber für reale Erlebnisse wie Reisen aus als für physische Produkte. Online-Konsumenten erkennen zunehmend das Potenzial digitaler Erlebnisse.

Digitale Erlebnisse können entweder als einmalige Dienstleistungen zum Festpreis, als Mitgliederseiten oder als Abonnements verkauft werden. Sie können sogar multisensorische Erlebnisse nutzen. Stell dir vor, du schaust dir einen Kurs zur Parfümherstellung an und kannst das Produkt riechen!


Die Möglichkeiten, digitale Produkte online zu verkaufen, sind zahlreich und wachsen. Für Softwareentwickler, Webdesigner, Autoren und alle anderen, die digitale Produkte über eine E-Commerce-Plattform, eine Mitgliedschaftswebsite oder einen selbst erstellten Online-Shop anbieten, ist jetzt die richtige Zeit, den Markt für digitale Artikel zu nutzen.

Nachdem du dir unsere Beispiele für digitale Produkte und die verfügbaren Online-Tools angeschaut hast, kannst du dir einen Plan machen, wie du digitale Produkte erstellen und noch heute online verkaufen kannst!

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