Vorbei sind die Zeiten, in denen der stationäre Handel die einzige Option für Verbraucher war. Heute können Kunden mit nur wenigen Klicks oder Fingertipps in riesigen Katalogen stöbern, Preise vergleichen und sich die Produkte direkt nach Hause liefern lassen. Die Verlagerung zum Online-Shopping hat den Einzelhandel grundlegend verändert.
Die Bequemlichkeit und Zugänglichkeit des E-Commerce haben Verbraucher weltweit in ihren Bann gezogen. Von Kleidung und Elektronik bis hin zu Lebensmitteln und sogar Autos gibt es kaum eine Produktkategorie, die das Phänomen des Online-Shoppings nicht berührt hat. Mit dem technologischen Fortschritt ändern sich auch die Art und Weise, wie wir mit Onlineshops interagieren und Kaufentscheidungen treffen.
Aber was bedeutet das für die Unternehmen? Wie können sie sich an die neuen Trends und das veränderte Verbraucherverhalten anpassen? In diesem Artikel untersuchen wir die Entwicklung des E-Commerce und die Trends, die die Branche prägen. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie das Online-Shopping den Einzelhandel verändert.
Wie hat sich Online-Shopping für Unternehmen verändert?
Frühe Pioniere des E-Commerce wie Amazon und eBay ebneten den Weg und zeigten der Welt das enorme Potenzial des Online-Verkaufs von Waren. Nach anfänglicher Skepsis gewann der E-Commerce allmählich an Zugkraft, da sich immer mehr Verbraucher mit dem Gedanken anfreunden konnten, Waren ohne vorherige Besichtigung im Geschäft zu kaufen.
Mit dem Ausbau der Internetverbindungen und der Verbreitung von Smartphones erlebte das Online-Shopping ein explosives Wachstum. Die Bequemlichkeit, jederzeit und überall einkaufen zu können, war für die Verbraucher unwiderstehlich. Dieses Wachstum war in den letzten Jahren besonders ausgeprägt.
Heute ist E-Commerce ein riesiges Phänomen. Die Umsätze im Online-Handel steigen von Jahr zu Jahr und wachsen in allen wichtigen Produktkategorien kontinuierlich an.
Das Wachstum ist nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt. Auch weltweit wächst der E-Commerce-Markt in einem bemerkenswerten Tempo. Prognosen zufolge wird der weltweite Umsatz im B2C-E-Commerce bis 2027 voraussichtlich 5,5 Billionen US-Dollar erreichen.
Während der E-Commerce bereits einen Aufwärtstrend verzeichnete, beschleunigte die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 die Verlagerung zum Online-Shopping dramatisch. In den Vereinigten Staaten stiegen die Umsätze im Online-Einzelhandel von 159,8 Milliarden USD im ersten Quartal 2020 auf 213,3 Milliarden USD im zweiten Quartal.
Dabei ist das Wachstum des E-Commerce ist nicht nur ein kurzfristiger Trend. In den letzten zehn Jahren haben wir einen stetigen und deutlichen Anstieg der Online-Verkäufe beobachtet. In den Vereinigten Staaten erreichten die E-Commerce-Umsätze im Jahr 2023 einen Rekordstand von 1,12 Billionen USD, was einem beeindruckenden Anstieg von 330 % gegenüber 2013 entspricht.
Dieses Wachstum ist nicht nur auf die etablierten Märkte beschränkt. Auch in den Schwellenländern wächst der E-Commerce-Sektor rasant. Länder wie Mexiko und die Philippinen gehören zu den am schnellsten wachsenden Märkten im E-Commerce. Diese globale Verbreitung des Online-Shoppings eröffnet Einzelhändlern neue Möglichkeiten, Kunden in bisher unerschlossenen Märkten zu erreichen.
Wenn wir uns diese Statistiken zum Online-Shopping ansehen, wird klar, dass sich das Online-Shopping von einer Alternative zum traditionellen Einzelhandel zum primären Shopping-Kanal für viele Verbraucher entwickelt hat.
Was sind die aktuellen Online-Shopping-Trends?
Während sich die Unternehmen mit dem veränderten Verbraucherverhalten weiterentwickeln, prägen mehrere wichtige Trends den E-Commerce.
Werfen wir einen Blick auf einige der wichtigsten Trends beim Online-Shopping:
Erweiterung des Omnichannel-Einkaufserlebnisses
Einer der wichtigsten Trends ist die kontinuierliche Ausweitung von Omnichannel-Shopping-Erlebnissen. Dieser Ansatz integriert nahtlos Offline- und Online-Einkaufskanäle und bietet den Kunden ein einheitliches Markenerlebnis, unabhängig davon, wie sie mit dem Händler interagieren.
Einzelhändler nutzen Technologien wie Augmented Reality (AR), künstliche Intelligenz (KI) und interaktive Apps, um die Grenzen zwischen dem Einkaufen im Geschäft und im Internet zu verwischen.
Viele Möbelhändler nutzen zum Beispiel AR, damit sich Online-Käufer vor dem Kauf ein Bild davon machen können, wie ein Möbelstück in ihrer Wohnung aussehen würde. Inzwischen bieten KI-gestützte Chatbots einen rund um die Uhr verfügbaren Kundenservice auf verschiedenen Online-Shopping-Plattformen.
Moderne Verbrauchertrends zeigen, dass integrierte Shopping-Erlebnisse über verschiedene Kanäle hinweg immer wichtiger werden. Untersuchungen zeigen, dass eine große Mehrheit der E-Commerce-Kunden (75 %) einen zusammenhängenden Ansatz bevorzugt, der Online- und Offline-Interaktionen miteinander verbindet.
Außerdem zeigen die Daten, dass Kunden, die über verschiedene Touchpoints mit einer Marke in Kontakt treten, einen deutlich höheren Wert generieren als diejenigen, die sich auf einen einzigen Kanal beschränken.
Fokus auf den mobile E-Commerce-Verkauf
Die Bequemlichkeit des Shoppings von unterwegs und die Verbesserungen der mobilen Benutzeroberflächen und Bezahlsysteme haben den Trend zum Kauf per Smartphone beschleunigt.
Da immer mehr Kunden für ihre Online-Einkäufe mobile Endgeräte verwenden, müssen Einzelhändler ein nahtloses mobiles Einkaufserlebnis bieten, um nicht einen großen Teil ihrer potenziellen Kunden zu verlieren.
Alltäglicher Komfort ist unerlässlich
Der Online-Einkauf ist bequem und hat sich auf die Dinge des täglichen Bedarfs ausgeweitet. Einst als Nischenmarkt betrachtet, hat sich der Online-Lebensmitteleinkauf zum Mainstream entwickelt, vor allem nach dem pandemiebedingten Wandel im Verbraucherverhalten.
Der E-Commerce-Umsatz mit Lebensmittellieferungen wird in den USA bis 2029 voraussichtlich auf über 455 Milliarden US-Dollar ansteigen, wobei rund 138 Millionen Kunden bereits Lebensmittel online kaufen. Dieser Trend spiegelt eine allgemeine Verlagerung hin zum bequemen Online-Einkauf wider.
Die Verbraucher wollen ihren Alltag zunehmend vereinfachen, wobei der Online-Einkauf von Lebensmitteln eine zeitsparende Lösung darstellt. Dies bietet Einzelhändlern die Möglichkeit, einen Teil der regelmäßigen, wiederkehrenden Einkäufe der Verbraucher für sich zu gewinnen.
Nachhaltige und ethische Optionen
Auch Nachhaltigkeit und ethische Überlegungen spielen eine wichtige Rolle bei den Kaufentscheidungen der Verbraucher in puncto Online-Shopping. Dieser Trend treibt die Einzelhändler dazu, ihre Verfahren und Angebote an die Wünsche der Verbraucher anzupassen.
Hier sind einige Strategien, die Einzelhändler für eine nachhaltigere Zukunft anwenden:
- Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Transparenz in der Lieferkette: Viele Unternehmen führen digitale Produktpässe (DPPs) ein, die den Weg eines Produkts durch die Lieferkette digital aufzeichnen. Diese Transparenz ermöglicht es den Verbrauchern, bessere Entscheidungen zu treffen, und bestärkt die Marken darin, nachhaltigen Materialien und Lieferanten den Vorzug zu geben.
- Angebot umweltfreundlicher Produkte: In vielen der wichtigsten E-Commerce-Kategorien gibt es einen wachsenden Markt für nachhaltige Alternativen, von Kleidung aus recycelten Materialien bis hin zu biologisch abbaubaren Verpackungen.
- Ethische Beschaffung: Verbraucher zeigen zunehmendes Interesse an Fair-Trade-Produkten und -artikeln, die unter ethischen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.
Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit ist nicht nur ein vorübergehender Trend, sondern ein grundlegender Wandel in den Werten der Verbraucher, der den Betriebs von Onlineshops verändert.
Live-Shopping sorgt weiterhin für Begeisterung bei Verbrauchern
Live-Shopping kombiniert E-Commerce mit Live-Streaming, um Kunden anzusprechen und Menschen ein immersiveres Online-Shopping-Erlebnis zu ermöglichen.
Mit diesem Konzept können Marken ihre Produkte in Echtzeit präsentieren, direkt mit den Online-Käufern interagieren und ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen, das den Verkauf fördert. Bei diesen Veranstaltungen werden Produkte oft von Influencern oder Markenvertretern live vorgeführt und Fragen beantwortet, wodurch ein fesselndes und interaktives Online-Einkaufserlebnis entsteht.
Der Reiz des Live-Shoppings liegt darin, dass es Unterhaltung und Handel miteinander verbindet und so ein intensiveres und sozialeres Einkaufserlebnis bietet. Da Social-Media-Plattformen weiterhin Online-Shopping-Funktionen integrieren, können wir davon ausgehen, dass Live-Shopping ein immer wichtigerer Bestandteil von E-Commerce-Strategien wird.
Online-Shopping auf Abonnementbasis
Abonnementbasierte E-Commerce-Modelle haben in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum erfahren. Diese Modelle bieten den Online-Käufern mehr Komfort und oft auch Kosteneinsparungen, während sie den Unternehmen vorhersehbare, wiederkehrende Einnahmen bescheren.
Das Abo-Modell ist so erfolgreich, weil es personalisierte Erlebnisse bietet und dem Wunsch der Verbraucher nach Bequemlichkeit entgegenkommt. Da immer mehr Unternehmen Abonnements anbieten, erwarten wir immer ausgefeiltere Angebote, die Datenanalysen nutzen, um maßgeschneiderte Abonnement-Erlebnisse zu bieten.
Wie generative KI die Customer Journey im E-Commerce neu gestaltet
Generative KI verwandelt das Online-Shopping von einem statischen Erlebnis in ein intuitive, datengestützte Reise. Durch den Einsatz von natürlicher Sprache und prädiktiver Modellierung optimieren diese Tools den Kaufprozess sowohl für Unternehmen als auch für ihre Kunden.
Hyperpersonalisierung und prädiktives Shopping
Moderne KI geht über einfache Produktkarussells hinaus und antizipiert spezifische Kundenbedürfnisse, bevor sie explizit genannt werden.
- Absichtsprognose: Durch die Analyse des Browsing-Verlaufs und saisonaler Trends schlagen Systeme relevante Produkte genau zu dem Zeitpunkt vor, in dem Käufer sie wahrscheinlich benötigen.
- Verhaltensanalyse: KI passt das digitale Schaufenster in Echtzeit an und gestaltet das Erlebnis entsprechend individueller Vorlieben und Gewohnheiten.
- Langfristige Kundentreue: Die Bereitstellung von hochrelevanten Vorschlägen reduziert die Entscheidungsermüdung, erhöht die Kundenzufriedenheit und führt zu wiederholten Konversionen.
Conversational Commerce und virtuelle Assistenz
Virtuelle Assistenten bringen die differenzierte Betreuung eines Mitarbeiters im Geschäft auf E-Commerce-Plattformen und sind jederzeit verfügbar.
- Echtzeit-Produktberatung: KI-Chatbots bearbeiten komplexe Abfragen zu Größen, Funktionen und Produktvergleichen, um Kunden im Entscheidungsprozess zu unterstützen.
- Skalierbarer Support: Diese Systeme bieten Tausenden von Benutzern rund um die Uhr Unterstützung und stellen sicher, dass kein Kunde ohne Antwort bleibt.
- Weniger Reibungspunkte: Durch unmittelbare Klarheit hilft die dialogorientierte KI den Kunden, große Bestände einzugrenzen und ihre Bestellungen schneller abzuschließen.
Intuitive Produktsuche durch generative Suche
Die Verschiebung von der stichwortbasierten Suche zur absichtsbasierten Suche verändert die Art und Weise, wie Marken entdeckt werden.
- Natürliche Sprachverarbeitung: Käufer können mit beschreibenden, alltäglichen Phrasen suchen, anstatt spezifische technische Stichwörter erraten zu müssen.
- Kontextrelevanz: KI identifiziert die richtigen Produkte, auch wenn Käufer den genauen Markennamen oder die Branchenterminologie nicht kennen.
- Verbesserte Markenpräsenz: Verbesserte Markensichtbarkeit: Die generative Suche schafft gleiche Wettbewerbsbedingungen und unterstützt Nischenmarken dabei, die richtigen Kunden durch den Abgleich von Produkten mit hochspezifischen Nutzerabsichten zu erreichen.
Auswirkungen auf den traditionellen Einzelhandel
Die E-Commerce-Branche hat die traditionellen Geschäfte dazu gezwungen, alles zu überdenken - von der Bestandsverwaltung bis zur Ladengestaltung. Einzelhändler nutzen Kundendaten aus dem Online-Einkaufsverhalten als Grundlage für bessere Entscheidungen bei der Auswahl der zu lagernden Produkte und der Gestaltung der Verkaufsräume.
Das Ladenlokal spiegelt jetzt wider, was online im Trend liegt. Wenn ein Produkt auf der Website eines Einzelhändlers häufig angeklickt und gesucht wird, wird es wahrscheinlich auch in den Filialen optimal platziert. Dieser datengestützte Ansatz hilft den Einzelhändlern, ihre begrenzte Verkaufsfläche optimal zu nutzen und überschüssige Bestände zu reduzieren.
Social Commerce hat neue Erwartungen an das Shopping im Geschäft geweckt. Kunden, die Produkte auf Instagram oder TikTok entdecken, wollen diese auch beim Betreten eines Geschäfts sehen.
Die Einzelhändler reagieren darauf, indem sie spezielle Bereiche für virale Produkte und Trendartikel einrichten und so den Online-Feed in die physische Einkaufsumgebung bringen.
Mobile Shopper verändern auch die Arbeitsweise der Geschäfte. So recherchieren viele Kunden Produkte auf ihrem Handy, während sie im Gang stehen, vergleichen Preise und lesen Bewertungen, bevor sie einen Kauf tätigen.
Einige Einzelhändler haben dies erkannt und bieten WLAN im Geschäft, QR-Codes für zusätzliche Produktinformationen und Apps an, die den Kunden bei der Orientierung im Geschäft und der Suche nach Angeboten helfen.
Die Verlagerung zum Online-Shopping hat auch Auswirkungen auf den weltweiten Einzelhandelsumsatz, die über die Umsatzzahlen hinausgehen.
Die Filialgeschäfte werden kleiner, da die Einzelhändler weniger Platz für den Bestand benötigen, der direkt aus den Lagern versandt werden kann. Außerdem werden einige Filialen zu Ausstellungsräumen, in denen die Kunden die Produkte persönlich ansehen können, bevor sie dann online bestellen und sich nach Hause liefern lassen.
Anstatt zu verschwinden, passt sich der stationäre Einzelhandel an den E-Commerce an. Erfolgreiche Geschäfte haben verstanden, dass sich ihre Rolle verändert hat – sie sind nicht mehr nur Orte, an denen man Dinge kaufen kann, sondern Räume, die das Online-Einkaufserlebnis ergänzen und verbessern.
Verbindung von Online-Händlern mit Online-Käufern
Vom Ausbau der Omnichannel-Erlebnisse bis hin zur wachsenden Bedeutung der Nachhaltigkeit, diese Online-Shopping-Trends sorgen für eine Neuausrichtung der Einzelhandelslandschaft.
Für Unternehmen und Marketer ist es entscheidend, diesen Trends voraus zu sein. Um als Online-Händler erfolgreich zu sein, muss man das Verbraucherverhalten kennen, bereit sein, sich auf neue Technologien einzulassen, und in der Lage sein, nahtlose, ansprechende Einkaufserlebnisse über alle Kanäle hinweg zu schaffen. Mit den richtigen E-Commerce-Marketing-Tools können sich Unternehmen für den Erfolg positionieren.
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