Wann ist E‑Commerce auf Open‑Source‑Basis die richtige Lösung für deine Kunden?

Open‑Source‑Software ist skalierbar und anpassbar. Becky Parisotto, Director of Business Development bei Acro Media, hat uns über die Vor‑ und Nachteile aufgeklärt.

Acro Media's Director of Business Development Becky Parisotto

Deinen E-Commerce-Kunden dabei zu helfen, immer einen Schritt voraus zu bleiben, kann beängstigend sein. Nicht nur, dass ihre Websites ihren strategischen Anforderungen entsprechen müssen. Du möchtest dir außerdem auch sicher sein, dass sie ihre Ideen problemlos implementieren können. Wenn eine vorkonfigurierte Softwarelösung anscheinend nicht das Richtige ist, kann das für dich schon frustrierend sein.

Versuche es mit Open Source, einer Softwarelösung, die für ihre Benutzerdefinierbarkeit, Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit an die geschäftlichen Anforderungen deiner Kunden bekannt ist – wer immer sie auch sein mögen. Einige Unternehmen nutzen sie, weil sie einzigartige Erlebnisse für ihre Kunden wünschen, andere, weil sie riesige Datenmengen haben, die sie den Website-Besuchern zur Verfügung stellen müssen.

Acro-Media ist eine in Britisch-Kolumbien ansässige Agentur für Softwareentwicklung, die sich auf den Aufbau von Open-Source E-Commerce-Plattformen für ihre Kunden spezialisiert hat. Wir haben mit Becky Parisotto, Director of Business Development, gesprochen, um mehr über die Vor- und Nachteile von Open Source zu erfahren.

„Das Besondere an Open Source ist, dass du die Software an dein Geschäftsmodell anpassen kannst“, sagt sie. „Du musst dein Geschäftsmodell nicht auf die Software abstimmen.“

Illustration of a women hearing a dog bark

F: Wie erklärst du Kunden die Vorteile von E-Commerce-Software auf Open-Source-Basis, um ihnen bei der Entscheidung zu helfen, ob sie für ihr Unternehmen geeignet ist?

Da Open Source kostenlos ist, musst du keine Lizenzgebühren zahlen. Aber du musst wissen, wie du es einsetzen kannst. Open Source wird üblicherweise für Entwickler erstellt, nicht für Endbenutzer. Man kann es nicht wirklich als handelsübliches Produkt bezeichnen. Daher ist es wichtig, daran zu denken, dass das Investitionsvolumen und die für ein Open-Source-Projekt aufgewendete Zeit im Vordergrund stehen. Wenn du dein Programm gestartet hast, gehört es dir und du musst nur noch in seine Wartung investieren.

Es ist das genaue Gegenteil von einem Software-as-a-Service (Saas)-Produkt. Es ist günstig und lässt sich schnell zum Laufen bringen, aber danach teilst du deinen Umsatz und zahlst 50.000 USD und mehr im Jahr an Lizenzgebühren. Das ist wahrscheinlich das wichtigste Unterscheidungsmerkmal beim Erklären von Open Source. Die Open-Source-Funktion ist außerdem hochgradig anpassbar, was nicht immer erforderlich ist. Du musst sicherstellen, dass Open-Source-Software für dich tatsächlich eine gute Wahl ist. Wenn du gerade versuchst, dein Geschäftsmodell in eine Saas-Plattform zu zwängen, solltest du eventuell Open Source in Erwägung ziehen.

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F: In welchen anderen Fällen sollten Kunden Open Source in Betracht ziehen?

  1. Wenn du dieselbe Aufgabe auf mehreren Systemen ausführst, solltest du dich für Open Source interessieren. Unser häufigster Kunde kommt zu uns und sagt: „Wir haben einen positiven Umsatz. Ich betreibe jetzt hinter den Kulissen 10 verschiedene Systeme. Mein Leben wird entweder durch die Auftragsabwicklung oder die Buchhaltung immer mehr Engpässen ausgesetzt. Ich muss jetzt erst einmal einen Schritt zurücktreten und herausfinden, wie ich ein Ökosystem aufbaue, das unserem Unternehmen wirklich dienen wird.“
  2. Wenn du ein T-Shirt designst, das in Schwarz, Weiß, und Rot erhältlich sein soll, brauchst du kein großartiges benutzerdefiniertes Open-Source-Build. Du solltest dir All-in-one-Plattformen wie BigCommerce oder Shopify anschauen. Wenn du jedoch umfangreiche Datensätze verwaltest und Zehntausende von Produktvarianten hast, solltest du dir Open Source ansehen.
  3. Wenn du irgendeine Art von Headless-Architektur in Betracht ziehst, bei der du Systeme integrieren, Produkte in ein Warenlager verschieben oder alle deine Bestellungen an ein integriertes ERP-System senden musst, das fest mit deinem Unternehmen verknüpft ist, ist Open Source eine wirklich gute Wahl.
  4. Wenn du Marketer bist und das Gefühl hast, dass dein Vertriebssystem von deiner E-Commerce-Plattform abgetrennt ist, bist du mit Open Source auf dem richtigen Weg.
Illustration of a bike with three seats

F: Wie verwendest du Mailchimp innerhalb der E-Commerce-Seiten deiner Kunden, die auf Open Source basieren?

Wir verwenden Mailchimp für unsere Kunden, um die E-Commerce-Erfahrung auf verschiedene Weise zu vervollständigen. Mailchimp ist bei den Marketing-Plattformen eindeutig der Goldstandard für unsere Kunden, um den Umsatz zu steigern, und wir verwenden das Mailchimp Drupal-Modul, um die Kampagnen mit den Produkten, der Website und den Marketinganalysen unserer Kunden zu verbinden.

Mailchimp ist einfach zu verwenden, verfügt aber auch über eine Reihe tiefgreifender Funktionalitäten, die sich an viele verschiedene E-Commerce-Anwendungsfälle anpassen lassen. Dank der flexiblen Plattform können wir benutzerdefinierte Lösungen für unsere Kunden erstellen, die Open Source verwenden, und sie mit den Marketingservices in Mailchimp verbinden, die sie benötigen.

Da Mailchimp kontinuierlich in seine Produktentwicklung investiert, werden unsere Kunden diese neuen Funktionen einbinden und ihre Kundenerfahrung mithilfe der digitalen Roadmap von Mailchimp weiter optimieren. Win-Win.

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