Heutzutage Künstler zu sein bedeutet nicht nur kreativ zu sein, sondern auch die eigenen Werke zu vermarkten. Viele Künstler nutzen soziale Medien, um mit ihren Fans in Kontakt zu treten, doch das ist nur ein Teil des großen Ganzen.
Erfolgreiches E-Mail-Marketing verschafft dir direkten Zugang zu deiner Zielgruppe und mehr Kontrolle über dein Kunst-Business. Egal, ob du für eine Galerieausstellung Werbung machst oder Drucke online verkaufst – die richtigen Tipps zum E-Mail-Marketing können dir helfen, stärkere Beziehungen aufzubauen, deinen Umsatz zu steigern und deine kreative Karriere voranzutreiben.
Vorteile von E-Mail-Marketing für Künstler
Egal, ob deine Werke auf der Bühne, auf der Leinwand oder auf dem Papier entstehen: Wenn du E-Mails in deine Marketingmaßnahmen einbindest, kannst du dir langfristig ein hohes Engagement, sichern, die nötige Unterstützung gewinnen und dein Wachstum vorantreiben.
Schafft eine Verbindung zu deiner Zielgruppe
Mit E-Mails kannst du das, was dir am wichtigsten ist, in deinen eigenen Worten und nach deinem eigenen Zeitplan teilen. So entstehen echte Gespräche, Updates erreichen die richtigen Menschen, und du kannst Beziehungen aufbauen, die über soziale Medien hinausgehen.
Steigert den Umsatz
Deine eigene Arbeit zu verkaufen, muss sich nicht unangenehm anfühlen. Mit E-Mail kannst du ganz natürlich darauf aufmerksam machen Wenn du durch regelmäßige Nachrichten bereits eine Beziehung zu deiner Zielgruppe aufgebaut hast, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie ein Ticket kauft, ein Buch vorbestellt oder in deine neue Kollektion investiert. Eine zum richtigen Zeitpunkt versendete E-Mail kann Aufmerksamkeit in Taten verwandeln, ohne dass ein aufdringlich wirkendes Verkaufsgespräch nötig ist.
Bewirbt Veranstaltungen
Wenn du an einer Veranstaltung wie einer Galerieeröffnung oder einem Live-Auftritt teilnimmst, hilft dir die E-Mail dabei, den Saal zu füllen. Du kannst lokale Fans gezielt ansprechen, Erinnerungen verschicken, wenn der Termin näher rückt, und im Nachgang nachfassen, um die Begeisterung aufrechtzuerhalten. Menschen nehmen eher an einer Veranstaltung teil, wenn alle notwendigen Informationen klar und leicht verfügbar sind.
Gibt dir Kontrolle über deine Marke
Deine kreative Arbeit ist persönlich, und genau so solltest du sie auch präsentieren. Mit einer E-Mail bestimmst du selbst den Ton, den richtigen Zeitpunkt und die visuelle Gestaltung. So kannst du die Kommunikation mit deiner idealen Zielgruppe einfach verwalten, deine eigene Identität bewahren und dich gleichzeitig auf das konzentrieren, was du am liebsten tust: neue Kunst schaffen.
Macht Fans zu Sammlern
Ein gelegentlicher Bewunderer deiner Arbeit findet vielleicht ein Werk schön und zieht weiter. Wenn du regelmäßig mit deiner Zielgruppe kommunizierst, bekommt sie mit, wie du dich kreativ weiterentwickelst, wofür du stehst und welche Geschichte hinter deiner Kunst steckt. Eine persönliche Verbindung kann aus einem neugierigen Fan einen echten Kunstliebhaber machen, der deine Werke in seine Sammlung aufnehmen möchte.
Fördert Wiederkäufer
Sobald jemand seinen ersten Kauf getätigt hat, solltest du ihn auf dem Laufenden halten. Ein einfaches Update oder eine Vorschau auf das, was als Nächstes kommt, kann das Interesse neu entfachen und dafür sorgen, dass die Leute immer wieder zurückkommen. E-Mails helfen der Zielgruppe, mit ihren Lieblingskünstlern in Kontakt zu bleiben und machen aus einmaligen Käufern wiederkehrende Kunden.
Zehn Schritte zum Aufbau deiner E-Mail-Strategie
Als Künstler ist die Entwicklung einer soliden E-Mail-Strategie entscheidend für den Erfolg. Egal, ob du in der Welt der bildenden Kunst, der digitalen Inhalte oder der Literatur zu Hause bist – diese Schritte helfen dir, mit Sammlern in Kontakt zu treten, Werbung für deine Werke zu machen und deine Zielgruppe effektiv zu vergrößern.
Schritt 1: Ziele setzen
Bevor du deine erste E-Mail verschickst, solltest du zunächst deine Ziele festlegen. Zu wissen, was du erreichen willst, hilft dir dabei, alles zu gestalten – vom Ton deiner Nachrichten bis hin zur Häufigkeit deiner Kampagnen. Mit einem klaren Ziel vor Augen wird E-Mail-Marketing zu einem wirkungsvollen Werkzeug, um Beziehungen zu knüpfen und dein Business auszubauen.
Deine Zielgruppe erweitern
Wenn dein Ziel darin besteht, mehr Menschen zu erreichen, solltest du dich auf den Aufbau deiner E-Mail-Liste konzentrieren. Dazu kannst du beispielsweise bei Live-Veranstaltungen zur Anmeldung animieren, ein Formular auf deiner Website einbinden oder neuen E-Mail-Abonnenten eine Gegenleistung anbieten, wie zum Beispiel einen kostenlosen Download oder exklusive Inhalte.
Beziehungen aufbauen
Mit E-Mails kannst du deine Verbindung zu Fans, Lesern oder Besuchern vertiefen, indem du sie an deiner Welt teilhaben lässt. Wenn du deiner Zielgruppe einen besonderen Einblick in deine Arbeit, deine Erfolge und Herausforderungen gewährst, gibst du ihr so das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Veranstaltungen und Launches bewerben
Wenn es Zeit ist, etwas Neues anzukündigen, hast du per E-Mail die volle Kontrolle über die Botschaft. Du kannst einen ersten Vorgeschmack auf ein Konzert geben, Einblicke hinter die Kulissen eines bald erscheinenden Buches gewähren oder ersten Zugang zu einer Kollektion anbieten. Anstatt darauf zu hoffen, dass deine Follower einen Beitrag in den sozialen Medien sehen, kannst du ihnen die Informationen direkt in ihre Inbox liefern.
Höhere Umsätze
Egal, ob du Tickets, Drucke, Bücher oder Auftragsarbeiten verkaufst – E-Mails helfen dir, Interesse in Einnahmen umzuwandeln. Du kannst neue Angebote hervorheben, an Fristen erinnern oder ehemalige Kunden wieder ansprechen.
Schritt 2: Wähle die richtige E-Mail-Marketing-Plattform
Die beste Plattform für dich hängt davon ab, was du erreichen möchtest und wie viel Zeit und technisches Wissen du hast. Auch wenn es möglich ist, eine kleine Liste in deinem Standard-E-Mail-Programm aufzubauen, bietet dir eine dedizierte E-Mail-Marketingplattform mehr Kontrolle und mehr Optionen.
Plattformen vergleichen
Berücksichtige bei der Auswahl eines E-Mail-Dienstes Faktoren wie visuelle Anpassungsmöglichkeiten, Automatisierungsfeatures, Zielgruppensegmentierung, Analysen und die Integration in deine Website oder deinen Shop.
Auf Benutzerfreundlichkeit achten
Wenn dir eine Plattform zu kompliziert erscheint, wirst du sie wahrscheinlich nicht regelmäßig nutzen. Du brauchst also etwas, mit dem du ganz einfach Kampagnen erstellen, deine Liste verwalten und die Performance im Blick behalten kannst, ohne stundenlang Probleme beheben zu müssen.
Nach erschwinglichen Optionen Ausschau halten
Viele Plattformen bieten einen Free-Tarif oder vergünstigte Preise für kleine Listen an, die perfekt für den Einstieg geeignet sind. Schließlich willst du nicht zu viel für Features zahlen, die du gar nicht nutzt. Fang einfach an und führe ein Upgrade durch, wenn deine Anforderungen über die Grundfunktionen hinauswachsen.
Schritt 3: Erstelle deine ideale E-Mail-Liste
Damit deine E-Mail-Marketingstrategie dir die gewünschten Ergebnisse erzielt, brauchst du eine Liste mit den richtigen Abonnenten. Deine Zielgruppe sollte aus Menschen bestehen, die wirklich von dir hören möchten und sich bewusst per Opt-in für deine Nachrichten entscheiden. Das sind die Menschen, die sich mit deiner Arbeit identifizieren, zu deinen Veranstaltungen kommen und deine kreative Entwicklung langfristig unterstützen.
Registrierungen vor Ort
Einige deiner engagiertesten Unterstützer sind vielleicht genau die, die du persönlich bei einer Lesung, einer Vernissage, einem Auftritt oder sogar während eines zwanglosen Gesprächs triffst.
Lege bei Veranstaltungen wie Kunstausstellungen oder Kunsthandwerksmessen ein Anmeldeformular aus oder nutze ein Tablet mit einem digitalen Formular, um Namen und Adressen zu sammeln. Mach es einfach, gut sichtbar und einladend.
Website-Formular
Deine Website ist deine virtuelle Homebase und jeder Künstler sollte ein übersichtliches, leicht zu findendes E-Mail-Anmeldeformular haben. Dieses Formular sollte dort erscheinen, wo Besucher ganz natürlich hinschauen, etwa auf deiner Startseite, am Ende deiner Bio oder als Pop-up, nachdem sich jemand kurz umgeschaut hat. Biete einen Grund an, sich anzumelden – sei es früherer Zugang zu Tickets, exklusive Inhalte oder einfach nur, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Soziale Medien
Social-Media-Plattformen eignen sich hervorragend, um entdeckt zu werden, aber Entdeckung allein reicht nicht aus, um sich eine solide Zielgruppe aufzubauen. Nutze deine Präsenz in den sozialen Medien, um E-Mail-Anmeldungen zu fördern, indem du in deiner Bio auf dein Formular verlinkst oder in deinen Videos oder Stories einen Call-to-Action (CTA) einbaust.
Partnerschaften
Kooperationen sind sehr wirkungsvoll, wenn es darum geht, deine Liste zu vergrößern. Tritt einem Creator-Netzwerk bei, arbeite mit anderen Künstlern zusammen oder frag bei Veranstaltungsorten nach Cross-Promotion-Möglichkeiten, um gegenseitig Werbung füreinander zu machen. Ihr könntet gemeinsam ein Gewinnspiel oder eine Veranstaltung ausrichten oder in den Newslettern des anderen mitwirken. Achte nur darauf, dass die Partnerschaft gut passt, und hole immer die ausdrückliche Erlaubnis der Abonnenten ein, bevor du jemanden zu deiner Liste hinzufügst.
Schritt 4: Segmentiere deine Liste
Segmentieren bedeutet, Abonnenten anhand ihrer Beziehung zu dir in Gruppen einzuteilen und deine Zielgruppe zu verstehen, damit du jeder Gruppe unterschiedliche Nachrichten senden kannst.
Wenn du Fans deiner Werke an verschiedenen Orten hast, kannst du Nachrichten über Präsenzveranstaltungen nur an die Personen senden, die in der Nähe wohnen. Das ist eine der effektivsten Methoden, um deine E-Mails relevant zu halten und deine Zielgruppe zu begeistern.
Sammler
Wenn du Kunstinteressierte hast, die regelmäßig deine Werke kaufen, schick ihnen frühzeitigen Zugang zu Neuerscheinungen, private Einladungen zu Verkaufsaktionen oder Angebote für limitierte Drucke sowie Updates zu Werken, an denen sie Interesse gezeigt haben. Ein persönlicher Ton und das Gefühl der Exklusivität tragen dazu bei, dass sich Kunstsammler wertgeschätzt fühlen.
Fans
Fans sind vielleicht noch keine Käufer, aber sie sind mit Begeisterung bei der Sache. Sie besuchen deine Ausstellungen, interagieren in den sozialen Medien und öffnen regelmäßig deine E-Mails. Halte sie mit Einblicken hinter die Kulissen, laufende Projekte oder Gedanken zu deinem kreativen Prozess bei der Stange. Diese Gruppe ist oft das Herzstück deiner Community und umfasst die Menschen, die deine Werke am ehesten mit anderen teilen.
Andere Künstler
Kreative Kollegen könnten an Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, Residenzen oder Künstlergesprächen interessiert sein. Sie können auch zu Verbündeten, Unterstützern oder Quellen der Inspiration werden. Durch die Segmentierung dieser Gruppe kannst du berufliche Ressourcen teilen, ohne andere auf deiner Liste zu überfordern.
Berufliche Kontakte
Diese Liste umfasst Kuratoren, Verleger, Produzenten, Kunstgalerien oder alle Personen, die du über dein berufliches Netzwerk kennengelernt hast. Sie sind nicht an persönlichen Neuigkeiten interessiert. Stattdessen wollen sie prägnante, relevante Informationen darüber, was du als Nächstes vorhast, wo du ausstellst oder wie man dich für Buchungen oder Einreichungen kontaktieren kann.
Teilnehmer anzeigen
Wenn du bei Veranstaltungen E-Mail-Adressen sammelst, ist es sinnvoll, im Blick zu behalten, wo und wann du die Personen kennengelernt hast. Denn diese Zielgruppe eignet sich gut für eine Dankes-E-Mail oder eine besondere Einladung zu deiner nächsten Veranstaltung.
Mediensponsoring
Zu dieser Gruppe gehören Reporter, Kritiker, Podcast-Moderatoren und Kunstblogger. Du schreibst ihnen vielleicht nicht oft eine E-Mail, aber wenn du es tust, dann sollte es sich lohnen. Teile Pressemitteilungen, hochauflösende Bilder und jegliche Berichterstattung, die du erhalten hast. Eine gut segmentierte Medienliste kann ein wirkungsvolles Instrument für mehr Sichtbarkeit sein.
Schritt 5: Richte deine erste Kampagne ein
Sobald du deine Liste erstellt und eine Plattform ausgewählt hast, ist es Zeit, deine erste Kampagne zu starten. Fang klein an, bleib fokussiert und denk daran, dass du an Menschen schreibst, die von dir hören wollen.
Ein Ziel auswählen
Stellst du dich neuen Abonnenten vor? Machst du Werbung für einen bevorstehenden Auftritt? Verkündest du eine Auszeichnung, die du gewonnen hast? Passe deinen Inhalt und deinen Ton mit Blick auf dein Ziel an.
Begrüßungs-E-Mail erstellen
Deine Begrüßungs-E-Mail ist oft der erste Eindruck, den Abonnenten von dir bekommen. Daher sollte sie herzlich, einfach und authentisch sein. Bedanke dich bei deinen Abonnenten, gib ihnen einen Vorgeschmack darauf, was sie erwartet, und lade sie ein, mehr von deiner Arbeit zu entdecken. Wenn du bei der Anmeldung einen kostenlosen Download oder besondere Inhalte in Aussicht gestellt hast, ist dies der richtige Zeitpunkt, deinen Worten Taten folgen zu lassen.
Richte einen E-Mail-Kalender ein
Beständigkeit schafft Vertrauen. Dein E-Mail-Zeitplan muss nicht voll sein, sollte aber vorhersehbar sein. So verschickst du vielleicht ein monatliches Studio-Update oder eine vierteljährliche Zusammenfassung von Ausstellungen und Projekten. Wie auch immer du dich entscheidest: Sei realistisch und überlege dir gut, was du auch langfristig beibehalten kannst.
Schritt 6: Schreibe deine E-Mail-Inhalte
Sobald das Grundgerüst steht, kannst du damit beginnen, Inhalte zu erstellen, die deine kreative Welt zum Leben erwecken. Deine Nachrichten sollten persönlich und ausdrucksstark und genau das widerspiegeln, was dir wirklich am Herzen liegt.
Studio-Updates und laufende Projekte
Die Menschen lieben es zu sehen, wie ein Werk entsteht. Teile Skizzen, Entwürfe, Ausschnitte oder Aufnahmen von den Proben. Wenn du Updates hinter den Kulissen teilst, kannst du deine Zielgruppe in deinen Prozess einbeziehen und Vorfreude auf dein kommendes Werk wecken. Diese Einblicke geben deiner Zielgruppe das Gefühl, mit dem Entstehungsprozess verbunden zu sein – nicht nur mit dem Endprodukt.
Alt-Text: Wenn du Updates hinter den Kulissen teilst, kannst du deine Zielgruppe in deinen Prozess einbeziehen und Vorfreude auf dein kommendes Werk wecken.
Persönliche Geschichten und der kreative Prozess
Lass deine Leser teilhaben. Erzähl, was dich inspiriert, was dich herausfordert oder warum dir ein bestimmtes Werk etwas bedeutet. Diese Geschichten schaffen Nähe und helfen deiner Zielgruppe, den Menschen hinter dem Werk zu sehen, was langfristige Beziehungen zwischen Zielgruppe und Künstler fördert.
Ankündigungen und Einladungen zu Veranstaltungen verschicken
Nutze E-Mails, um Lesungen, Ausstellungen, Eröffnungen, Aufführungen oder Signierstunden zu bewerben. Sorge dafür, dass alle wichtigen Informationen wie Uhrzeit, Datum und physische Adressen leicht zugänglich sind. Füge bei Bedarf immer einen Link zur Anmeldung oder zum Ticketkauf hinzu.
Tutorials
Egal, in welcher künstlerischen Disziplin du tätig bist – du kannst dein Fachwissen weitergeben und gleichzeitig deine Fans bei Laune halten. Tutorials zum Schreiben, Zeichnen oder Tanzen werden gerne geteilt und stärken die Bindung zu deiner Zielgruppe.
Frühzeitiger Zugang
Ob es sich um die Vorbestellung eines Buchs oder ein neues zum Verkauf stehendes Werk handelt – frühzeitiger Zugang schafft ein Gefühl von Exklusivität und Wertschätzung. Selbst gelegentliche Besucher können zu potenziellen Käufern werden, wenn sie auf ein neues Kunstwerk stoßen, das sie anspricht.
Limitierte Angebote und Verkaufsaktionen
Wenn du einen Rabatt anbietest oder eine kurze Werbeaktion durchführst, ist eine E-Mail der beste Weg, um das schnell bekannt zu machen. Formuliere das Angebot klar und setze das Gefühl der Dringlichkeit wohlüberlegt ein. Richtig umgesetzt können diese Kampagnen schnelle Verkäufe generieren, ohne aufdringlich zu wirken.
Schritt 7: Gestalte E-Mails mit Wirkung
Dein E-Mail-Design muss nicht aufwendig sein. Ziel ist es, deine Botschaft zu unterstützen und deine Kunst hervorzuheben, nicht davon abzulenken.
Richte den Fokus auf deine Kunst
Der Inhalt sollte im Mittelpunkt stehen. Wenn du bildende Kunst online präsentierst, verwende hochwertige Bilder deiner Werke, binde gegebenenfalls kurze Videoclips ein oder füge Ausschnitte aus Musikstücken oder gesprochene Textpassagen ein.
Vermeide überladene Layouts und zu viele visuelle Elemente, dir nur voneinander ablenken. Konzentriere dich auf deine aktuellen Projekte, um es einfach zu halten. Verwende E-Mail-Vorlagen, damit der Inhalt deiner Nachricht im Vordergrund steht und nicht das Design.
Mache sie mobilfreundlich
Die meisten Menschen checken ihre E-Mails regelmäßig auf dem Handy. Verwende einspaltige Layouts, klare Schriftarten und Bilder, die sich gut skalieren lassen, um die Lesbarkeit zu verbessern. Schicke eine Test-E-Mail, um sicherzustellen, dass alles gut funktioniert und sowohl auf dem Desktop als auch auf Mobilgeräten leicht zu navigieren und zu lesen ist.
Füge einen eindeutigen Call-to-Action hinzu
Jede E-Mail sollte einen nächsten Schritt enthalten, auch wenn es einfach nur ein Link zu deinen digitalen Downloads oder eine Bitte an deine Abonnenten ist, dir in den sozialen Medien zu folgen. Wenn du jemanden zu einer Ausstellung einlädst, gib ihm einen direkten Link, über den er sich anmelden oder ein Ticket kaufen kann.
Wenn du eine neue Serie startest, leite die Leser auf deine Shop- oder Galerieseite weiter. Halte deinen CTA kurz, konkret und leicht zugänglich.
Schritt 8: Erfolgreiche Betreffzeilen schreiben
Eine gute Betreffzeile ist dein erster Eindruck und gibt den Ton für den Inhalt an. Nimm dir Zeit, sie bewusst und zielgerichtet zu formulieren.
Halte es kurz und prägnant
Lange Betreffzeilen werden oft abgeschnitten, besonders auf Mobilgeräten. Halte deine Betreffzeilen daher kurz und verwende nur wenige Wörter, die die Botschaft auf den Punkt bringen. So funktioniert „Galerieeröffnung in New York im September“ beispielsweise besser als „Ich freue mich darauf, euch in ein paar Monaten meine neuen Werke zu zeigen.“
Nutze Emotion oder Neugier
Ein bisschen Spannung kann viel bewirken. Betreffzeilen, die eine Geschichte andeuten, eine Frage stellen oder Begeisterung vermitteln, erzielen in der Regel mehr Klicks. „Ich hätte dieses Werk fast nicht fertiggestellt“ oder „Ob du es glaubst oder nicht, ich habe Lampenfieber!“ wecken Interesse, ohne alles zu verraten.
Vermeide Spam-Formulierungen
Übermäßig viele Satzzeichen, Großbuchstaben oder Wörter, die Spam-Filter auslösen, können dazu führen, dass deine Nachrichten nicht in der Inbox deiner Zielgruppe landen. Damit deine E-Mails auch dort ankommen, wo sie hingehören, solltest du in natürlicher, klarer Sprache schreiben.
Probiere branchenspezifische Begriffe aus
Deine Zielgruppe reagiert möglicherweise auf Insidersprache. Die Erwähnung eines bestimmten Ereignisses, Mediums oder künstlerischen Stils kann deine E-Mail gleich viel relevanter wirken lassen. Beispielsweise ziehen Formulierungen wie „Fünf Entdeckungen auf der Art Basel“ oder „Melde dich für den monatlichen Newsletter zu spekulativer Fiktion an“ Personen an, die sich bereits für dein Fachgebiet interessieren.
Schritt 9: Nutze Automatisierungen und Sequenzen
Eines der leistungsstärksten Features des E-Mail-Marketings ist die Automatisierung. Einmal eingerichtet, laufen automatisierte Sequenzen im Hintergrund und halten deine Zielgruppe bei Laune, ohne dass ständiger manueller Aufwand erforderlich ist.
Begrüßungsserie für neuen Abonnenten
Wenn sich jemand in deine Liste einträgt, ist das der perfekte Zeitpunkt, dich und deine Arbeit vorzustellen. Eine E-Mail-Begrüßungsserie besteht in der Regel aus 2–3 E-Mails, die über mehrere Tage verteilt versendet werden. Du kannst dich für die Anmeldung bedanken, erklären, welche Art von E-Mails die Empfänger erhalten werden, und einen kleinen Einblick in dein neuestes Projekt geben.
Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe
Wenn du Kunst, Bücher, Tickets oder Fanartikel über deine Website oder deinen Online-Shop verkaufst, können Warenkorbabbruch-E-Mails entgangene Umsätze wieder hereinholen. Künstler sollten Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe versenden, um interessierte Käufer erneut anzusprechen – mit den relevanten Informationen, die sie zum Abschluss des Kaufs benötigen, wie zum Beispiel einem Foto des Artikels, einer kurzen Nachricht und einer Aufforderung, zurückzukehren.
Alt-Text: Künstler sollten Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe versenden, um interessierte Käufer wieder anzusprechen.
Dankesnachrichten nach der Veranstaltung
Nach einer Lesung, einer Ausstellung oder einem Auftritt kann eine automatisierte Dankesnachricht das Erlebnis vertiefen und die Begeisterung aufrechterhalten. Du kannst Fotos von der Veranstaltung, einen Link zu deinem Werk oder eine persönliche Dankesbotschaft einfügen. Ein zeitnahes Follow-up zeugt von Professionalität und hilft dabei, Teilnehmer zu langfristigen Unterstützern zu machen.
E-Mails zum Jahrestag oder Geburtstag
Um dem Ganzen eine persönlichere Note zu geben, kannst du automatisierte E-Mails einrichten, die an Meilensteine deiner Abonnenten geknüpft sind, wie zum Beispiel den Jahrestag ihrer Anmeldung oder ihren Geburtstag, sofern du diese Informationen erfasst hast. Diese Nachrichten müssen nicht aufwendig sein. Ein einfacher Gruß oder ein kleines exklusives Angebot kann jemandem das Gefühl geben, gesehen und geschätzt zu werden.
Schritt 10: Analysiere deine Ergebnisse
Wenn du wichtige Kennzahlen im Blick behältst, hilft dir das dabei, das Verhalten deiner Zielgruppe zu verstehen und deinen Ansatz zu verfeinern. Du musst dich deshalb aber nicht verrückt machen und ständig auf die Zahlen starren. Aber wenn du regelmäßig nachschaust, bekommst du nützliches Feedback.
Öffnungsrate
Die Daten zur Öffnungsrate geben an, wie viele Personen deine E-Mail geöffnet haben. Eine niedrige Öffnungsrate kann darauf hindeuten, dass deine Betreffzeile keine Aufmerksamkeit geweckt hat oder dass deine Liste Personen enthält, die nicht interessiert sind. Wenn du verschiedene Betreffzeilen testest, um herauszufinden, welche zu einer höheren Öffnungsrate führt, kann dir das dabei helfen, mehr Menschen zu erreichen.
Klicks
Wenn du Links zu deinem Shop, deiner Veranstaltungsseite oder deiner Website einfügst, zeigen die Klickraten, wer diesen nächsten Schritt unternommen hat. Eine niedrige Klickrate könnte bedeuten, dass du überzeugendere Inhalte oder einen klareren CTA brauchst.
Abbestellungen
Es ist ganz normal, dass der eine oder andere deine E-Mails abbestellt, aber ein plötzlicher Anstieg deiner Abbestellrate kann ein Warnsignal sein. So sind deine Inhalte vielleicht nicht so interessant, wie sie sein könnten, oder du verschickst zu viele Nachrichten. Wenn du die Anzahl der Personen im Auge behältst, die sich von deinen E-Mails abmelden, kannst du deinen Ansatz verfeinern, um deine Zielgruppe besser anzusprechen.
Konversionen
Bei Konversionen geht es um Handlungen. Hat jemand ein Ticket gekauft, sich für einen Kurs angemeldet oder einen Kauf getätigt? Was auch immer du von deiner Zielgruppe erwartest – das Nachverfolgen dieser Ergebnisse hilft dir, deine Bemühungen mit konkreten Ergebnissen zu verknüpfen.
Bonustipps für das E-Mail-Marketing von Künstlern
Sobald dein E-Mail-Marketing läuft, können dir einige einfache Gewohnheiten dabei helfen, den Schwung beizubehalten und deine Verbindung zu deiner Zielgruppe zu vertiefen.
Vermeide zu viele E-Mails
Im Eifer des Gefechts kann es leicht passieren, dass du zu viele Updates versendest, besonders wenn ein großer Launch oder eine Ausstellung ansteht. Aber wenn du die Inbox deiner Empfänger überfüllst, kann das schnell nach hinten losgehen. Setze auf Beständigkeit statt auf Häufigkeit. Durchdachte E-Mails nach einem vorhersehbaren Zeitplan zu verschicken, ist weitaus effektiver als eine Flut von E-Mails, auf die plötzliche Funkstille folgt.
Verkaufe nicht nur Kunst – erzähle deine Geschichte
Lass die Leute wissen, woran du gerade arbeitest, was dich inspiriert oder was dir Kopfzerbrechen bereitet. Empfiehl ein Buch, erzähle von einem gemeinsamen Projekt oder lade zum Austausch ein. Genau diese Einblicke erinnern deine Abonnenten daran, dass sie einen sich entwickelnden kreativen Prozess begleiten.
Schreibe in deiner eigenen Stimme
Deine Abonnenten haben sich angemeldet, weil sie sich für deine Kunst und deine einzigartige künstlerische Handschrift interessieren. Ob dein Ton poetisch, locker, witzig oder nachdenklich ist – lass ihn in deinen Texten zum Ausdruck kommen.
Achte auf visuelle Konsistenz
Füge dein Logo oder deinen Namen ein und überlege dir eine charakteristische Schlussformel – zusätzlich zu einem einheitlichen Layout und einer festen Farbpalette. Diese visuellen Wiederkennungsmerkmale stärken deine Identität und sorgen dafür, dass deine E-Mails in einer überfüllten Inbox sofort ins Auge springen.