So erstellst du als Start‑up eine Marketingstrategie

Mache einen Plan, um die Sichtbarkeit zu steigern und dein volles Potenzial zu erreichen.

Wenn du ein Start-up hast, sind Marketing-Aktivitäten wichtig für dein Wachstum – und der Weg, um dich von deinen Wettbewerbern abzuheben.

In diesem Leitfaden erfährst du, wie du dein Start-up vermarkten kannst – von der Entwicklung einer Strategie über das Kontakthalten mit deiner Zielgruppe bis hin zu Anpassungen und der Messung deines Erfolgs.

Schritt 1: Deine Strategie skizzieren

Keine zwei Start-ups sind gleich und das bedeutet, dass Marketingstrategien variieren. Aber alle erfolgreichen Marketingstrategien enthalten vier wichtige Komponenten: deine Ziele, Zielgruppe, Marktforschung und dein Budget. Sehen wir es uns im Detail an:

1. Ziele festlegen

In den frühen Stadien deines Unternehmens können deine Ziele je nachdem, wie du Erfolg definierst, variieren. Doch bei vielen Start-ups fallen Ziele oft unter eine von zwei Kategorien: die Markenbekanntheit erweitern und neue Kunden gewinnen. Auch wenn beide Kategorien bei der Entwicklung deines Start-ups wichtig sind, kann es hilfreich sein, die Ziele zu priorisieren, die für dich besonders sinnvoll sind.

  • Markenbekanntheit steigern. Wenn du ein neues Unternehmen startest, ist es wichtig, dich deinen potenziellen Kunden oder Klienten vorzustellen. Du musst mitteilen, wer du bist, was du machst und was dich von anderen unterscheidet. Wenn du Markenbekanntheit und deine Ziele priorisieren möchtest, geht es bei deiner Marketingstrategie darum, dass Verbraucher deinen Markennamen, dein Logo oder deine Produkte kennen.
  • Neue Kunden akquirieren. Wenn du entscheidest, dass Kundenakquise deine Priorität ist, könnte es dein Ziel sein, dass sich neue Personen auf deiner Plattform registrieren, sie zu motivieren, aktive Benutzer deines Produkts zu werden oder potenzielle Interessenten in zahlende Kunden zu verwandeln. Um diese Ziele zu erreichen, musst du eine Marketingstrategie definieren, die effektives Design, Texte und Handlungsaufrufe einsetzt, um die Aufmerksamkeit von Kunden zu wecken, damit sie aktiv mit deinem Unternehmen interagieren.

2. Deine Zielgruppe definieren

Unabhängig von der Art deines Start-ups muss dein Marketing die richtigen Personen mit der richtigen Nachricht erreichen. Wenn du eine Marketingstrategie entwickelst, solltest du dir überlegen, wer deine ideale Zielgruppe ist – oder wer deine Zielgruppe sein soll.

Hier sind ein paar Fragen, die du dir stellen solltest, wenn du entscheiden musst, welche Zielgruppe du ansprechen möchtest:

  • Was bieten deine potenziellen Kunden an?
  • Was macht dich einzigartig?
  • Warum sollte ein Kunde sich für dich und gegen deine Mitbewerber entscheiden?
  • Wenn du ein B2B bist, wäre dein Produkt für Unternehmen von einer bestimmten Größe oder innerhalb einer bestimmten Branche nicht interessanter?
  • Wenn du ein B2C bist, macht es Sinn, eine bevorzugte Zielgruppe nach Standort, Demografie oder Interessen auszuwählen?

3. Deinen Platz am Markt finden

Laut CB-Insights ist mangelnde Nachfrage auf dem Markt der Hauptgrund für das Scheitern von Start-ups. Vielleicht wird mit dem Produkt oder dem angebotenen Service kein Problem gelöst oder es/er ist nicht eindeutig genug, um sich von den Wettbewerbern abzuheben. Vielleicht ist der Ansatz zu schmal gefasst und die Gruppe der potenziellen Kunden nicht groß genug, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen (und zu skalieren). Vielleicht ist es/er nicht richtig positioniert und konnte von Anfang an nicht die richtigen Personen erreichen.

Um diese häufigen Fallgruben als Start-up besser zu vermeiden, solltest du dir Zeit nehmen, gründlich andere Produkte am Markt zu recherchieren, um das Interesse von deinen potenziellen Kunden ermessen zu können. Sobald du festgestellt hast, dass es genügend Nachfrage gibt, um dein Unternehmen aufrechtzuerhalten, kannst du dir überlegen, wie du deine Zielgruppe über all die tollen Dinge informieren kannst, die du zu bieten hast.

4. Dein Budget bestimmen

Das Marketing-Budget für ein Start-up wird von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter Betriebskosten und Umsatzprognosen. Ganz egal, wie viel Geld du für Marketingzwecke verwenden kannst, es ist wichtig, es weise auszugeben. Denke über deine Ziele nach und lege den Schwerpunkt für dein Marketing-Budget auf das, was dir hilft, sie zu erreichen. Habe keine Angst davor, unterwegs Anpassungen vorzunehmen oder etwas Neues zu probieren, wenn ein bestimmter Channel nicht erfolgreich ist.

Wenn dein Unternehmen und dein Budget wachsen, kannst du mehr Geld in dein Marketing investieren und deine Reichweite auf neue Zielgruppen ausdehnen.

Small audience including person with glasses, a cat, and person with a braid.

Schritt 2: Deine Zielgruppe auf den richtigen Kanälen erreichen

Diese fünf Channels sind die wesentliche Komponenten der Marketingstrategie eines jeden Start-ups:

1. Eine Website

Websites sind vielseitige Marketing-Tools, mit denen du mit deiner Zielgruppe kommunizieren und dein Unternehmen vergrößern kannst. Der Einstieg ist ganz einfach – Mailchimp verfügt über Tools, mit denen du eine professionelle (und kostenlose) Website erstellen kannst, auch wenn du keine Webdesign-Erfahrung hast.

Wenn du nicht bereit für eine vollständige Website bist oder nur mit einer einzelnen Seite Kunden anziehen möchtest, damit Sie in Aktion treten, fange mit einer Landingpage an. Landingpages sind eine gute Möglichkeit, E-Mail-Adressen zu erfassen, einen Artikel zu verkaufen oder einen schnellen Überblick über dein Unternehmen, deine neuesten Produkte oder angebotene Dienstleistungen zu geben. Wenn du eine Landingpage in Mailchimp erstellst, kannst du sogar deinen eigenen Domain-Namen verwenden, die URL deiner Seite anpassen und so ein eindeutiges, markenspezifisches Erscheinungsbild vermitteln.

Wenn du deine Website erstellst, solltest du Folgendes beachten:

  • Einen Domain-Namen sichern: Ein Domain-Name ist deine Online-Identität. Daher ist es wichtig, einen Namen auszuwählen, der erkennbar ist, zu deiner Marke passt und leicht zu merken ist. Während du alle Optionen durchgehst, solltest du unbedingt die Verfügbarkeit jedes potenziellen Domain-Namens in den sozialen Netzwerken überprüfen. Indem du denselben Namen auf jedem deiner Kanäle verwendest, sorgst du für eine einheitliche Markenidentität und kannst deine Reichweite verbessern. Nachdem du deine Entscheidung getroffen hast, kannst du deine neue Domain in Mailchimp kaufen. Brauchst du zusätzlich Unterstützung? Lies unsere Tipps zur Auswahl des perfekten Domain-Namens.
  • Einrichtung von Google-Ads: Dank Google-Ads bleibt dein Unternehmen mit zielgerichteten Ads in den Köpfen der Personen, die deine Website besuchen und wieder verlassen. Diese Ads sind eine leistungsstarke Möglichkeit, um Traffic zu steigern und Kunden zurück zum Kaufprozess zu führen, wenn sie sich gerade auf ganz anderen Websites befinden.
  • Denke immer an SEO: Suchmaschinenoptimierung (SEO) verbessert die Sichtbarkeit (und den Traffic) deiner Website über Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo. Für Start-ups gibt es einige grundlegende SEO-Elemente, die du in deine Website integrieren kannst, um deine Platzierung in den Suchergebnissen zu verbessern, z. B. Stichwörter, Titel-Tags, Metabeschreibungen, interne Links und hochwertige Originalinhalte. Weitere Tipps findest du in unseren 10 Schritten zum Aufbau einer erfolgreichen Website. Wenn du einen Online-Shop aufbaust, findest du in diesem Artikel eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dich durch den Prozess führt.

2. E-Mail

E-Mail-Marketing ist eine effektive Möglichkeit, eine Beziehung zu deiner Zielgruppe aufzubauen und sie langfristig anzusprechen. Füge deiner Website (oder Landingpage) ein Formular hinzu, um E-Mail-Adressen von Besuchern zu erfassen. Anschließend kannst du mit dem Teilen von Updates zu deinen Dienstleistungen, Inhalten, Produkten und anderen Informationen, die für sie von Interesse sein könnten, beginnen.

Wenn du einen Schritt weiter gehen möchtest, kannst du deine neuen Kontakte auch um weitere Informationen bitten. Indem du Details – wie Geburtstage, Interessen oder den Standort – erfragst, kannst du deine Inhalte noch persönlicher und relevanter gestalten.

(Hinweis: Mit Mailchimp kannst du ganz einfach ein eingebettetes Pop-up-Formular auf jeder Website deines Start-ups hinzufügen. Und wenn du bereit bist, E-Mails zu senden, helfen wir dir auch dabei).

3. Soziale Medien

Mit der zunehmenden weltweiten Nutzung sozialer Medien wächst auch die Bedeutung der Einbeziehung sozialer Kanäle in den Marketingplan für dein Start-up. Egal, ob du Posts für verschiedene Kanäle erstellst und zeitlich planst, Beiträge direkt veröffentlichst oder Anzeigen erstellst – dank sozialer Medien kannst du schnell mit deinen bestehenden Fans, Freunden und Kunden kommunizieren. Außerdem können sie hilfreich sein, um deine Reichweite zu vergrößern und mehr Personen zu motivieren, deine Website, deinen Shop oder deine Produkte zu testen.

  • Facebook- und Instagram-Ads: Facebook und Instagram haben jeweils mehr als eine Milliarde Benutzer weltweit. Das bedeutet, dass du eine Vielzahl potenzieller Kunden zur Hand hast. Du kannst bestimmte Kunden-Segmente mit Ads für dein Start-up ansprechen – zum Beispiel Leute, die an einem bestimmten Ort wohnen oder sich innerhalb einer bestimmten Altersgruppe befinden. Und wenn du Mailchimp-Benutzer bist, kannst du sowohl Facebook- als auch Instagram-Ads direkt von deinem Account aus erstellen.
  • Twitter-Ads: Twitter bietet verschiedene Werbeoptionen, die das Bewusstsein für dein Start-up steigern, Personen auf deine Website bringen, neue Follower gewinnen und vieles mehr. Du kannst Personen nach demografischen Merkmalen, Standort, Interessen oder sogar auf der Grundlage anderer Accounts, denen sie folgen, oder Stichwörtern, die sie in ihren Tweets verwenden, ansprechen.
  • LinkedIn-Ads: LinkedIn bietet Start-ups die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auf beruflicher Ebene zu verbinden (und sich ihnen vorzustellen). Damit kannst du sogar deine Marketingbemühungen auf bestimmte Personengruppen konzentrieren, beispielsweise auf diejenigen, die in einer bestimmten Branche arbeiten oder eine bestimmte Berufsbezeichnung haben.

4. Content-Marketing

Content-Marketing konzentriert sich darauf, Inhalte wie Blog-Beiträge, Artikel, Videos, Podcasts und Infografiken für deine Zielgruppe zu erstellen (und zu teilen). Im Gegensatz zu deinen anderen Werbemaßnahmen oder -nachrichten fördern diese Inhalte nicht nur den Verkauf, sondern liefern relevante, wertvolle Informationen, die wichtig für deine Zielgruppe sind und auf die sie gerne reagieren.

Im Laufe der Zeit kann sich Content-Marketing als eine kosteneffiziente Taktik erweisen, die deinem Unternehmen große Vorteile bringt. Es kann dir nicht nur dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen (und zu überzeugen), es ist auch eine großartige Möglichkeit, um dich als vertrauenswürdige Informationsquelle in deinem Bereich zu etablieren.

5. Offline-Werbung

Online-Marketing ist der Hauptfokus für viele Start-ups, aber Offline-Werbung ist immer noch von großem Wert. Hier sind ein paar Ideen:

  • Visitenkarten oder Broschüren erstellen: Physische Artikel wie Visitenkarten und Broschüren sind eine direkte, praktische Möglichkeit, einen hervorragenden ersten Eindruck zu hinterlassen und neue Personen über dein Angebot zu informieren. Gestalte und drucke professionelle Visitenkarten mit dem Namen deines Unternehmens, deinen Kontaktdaten und deinem Logo. Alternativ kannst du Broschüren erstellen, die erläutern, was genau du tust und welche Produkte oder Dienstleistungen du verkaufst. Halte anschließend Ausschau nach Networking-Möglichkeiten, bei denen du sie an deine Kollegen und potenziellen Kunden übergeben kannst.
  • Dorthin gehen, wo deine Kunden sind: Wenn du gerade loslegst, spielt Networking eine wichtige Rolle, um Beziehungen zu entwickeln und dein Unternehmen voranzubringen. Halte Ausschau nach Gelegenheiten, um persönlich mit Menschen zu interagieren, die an deinen Waren oder Dienstleistungen interessiert sein könnten. Besuche Messen oder Konferenzen, nimm an Meet-ups für Unternehmer in deiner Gegend teil oder recherchiere ein wenig und organisiere persönliche Treffen mit Personen, die dir helfen, dein Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben.
  • Postkarten versenden: Postkarten können dich von den Mitbewerbern abheben und deiner Zielgruppe etwas Greifbares geben, das sie an dich erinnert. Sie sind eine unterhaltsame Möglichkeit, dich bei neuen Kontakten vorzustellen, eine Neuerscheinung anzukündigen, Personen zu einer bevorstehenden Veranstaltung einzuladen oder andere Informationen zu kommunizieren.
  • Dafür sorgen, dass andere über dich reden: Mundpropaganda ist eines der effektivsten Marketing-Tools für Start-ups. Wenn Personen hören, dass ihre Kollegen, Freunde oder Familienmitglieder ein großartiges Erlebnis mit deinem Unternehmen, deinen Produkten oder Dienstleistungen hatten, besteht eine gute Chance, dass sie dein Unternehmen ebenfalls testen werden. Bemühe dich, ein großartiges Kundenerlebnis zu schaffen und die Erwartungen bei jedem Schritt des Weges zu übertreffen.
Person pouring liquid from large jug into four small cups.

Schritt 3: Den Erfolg der Marketing-Kampagnen deines Start-ups messen

Start-ups steht oft eine begrenzte Anzahl von Mitteln und Ressourcen zur Verfügung. Daher ist es wichtig, dass jeder Euro zu greifbaren, messbaren Ergebnissen führt. Im Folgenden findest du drei Möglichkeiten, um deine Start-up-Marketing-Kampagnen mit Wissen anzureichern.

1. Deine Marketing-KPIs festlegen (und überwachen)

KPIs (Key Performance Indicators) sind die Metriken, die verwendet werden, um den Fortschritt, den du in Hinblick auf deine Marketing- und Geschäftsziele gemacht hast, nachzuverfolgen. Wenn es dein Ziel ist, das Bewusstsein für deine Marke zu erhöhen, wähle KPIs wie Website-Traffic, Social Shares und neue Kontakte, um das Wachstum deiner Zielgruppengröße zu messen. Wenn dein Ziel jedoch darin besteht, mehr Kunden zu gewinnen und mehr Geld zu verdienen, solltest du deine KPIs an den täglichen oder monatlichen Verkäufen und Conversion Rates messen.

2. Testen, überarbeiten, wiederholen

Unabhängig davon, welche Art von Start-up du betreibst, solltest du deiner Zielgruppe immer zuhören – auch wenn sie nur durch Click-Throughs, Seitenaufrufe und Conversions in deinen Berichten kommuniziert. Sei bereit, Anpassungen vorzunehmen, wenn etwas nicht funktioniert.

Wenn du E-Mails zur Marketingstrategie deines Start-ups hinzufügen möchtest, sind A/B-Tests eine großartige Methode, um zu erfahren, wie sich kleine Änderungen auf deine Ergebnisse auswirken können. Wenn du A/B-Tests in Mailchimp erstellst, kannst du eine einzelne Variable (Betreffzeilen, Absendernamen, Versandzeiten oder Inhalt) und bis zu 3 Varianten einer E-Mail auswählen, um zu sehen, welche E-Mail die größte Einbindung deiner Zielgruppe erzielt. Zudem kannst du den Faktor auswählen, der deine E-Mail-Einbindung misst – ob Klicks, Öffnungsrate oder Umsatz – es ist ganz einfach, zu lernen, welche Anpassungen dir helfen, deine Ziele schneller zu erreichen.

3. Erfahren, was für deine Zielgruppe funktioniert

Mit jeder von dir erstellten Marketingkampagne erfährst du mehr über deine Zielgruppe. Und wenn du deine Zielgruppe in Mailchimp verwaltest, ist es leicht, diese Informationen in Maßnahmen umzuwandeln.

Verwende Mailchimp als CRM und du erhältst in deinem Zielgruppen-Dashboard und in den Kontaktprofilen auf individueller Ebene einen Überblick über die Personen, mit denen du interagierst. Sieh dir an, wie erfolgreich deine Kampagnen sind, lerne die demografischen Aspekte deiner Zielgruppe kennen, beobachte die Interaktionen deiner Zielgruppe mit deiner Marke und füge weitere eigene Organisationen hinzu.

Mit all diesen Daten kannst du deine Strategie danach verbessern, wer sich in deiner Zielgruppe befindet und was für diese Personen funktioniert. Lass deine Aktivitäten von deiner Zielgruppe lenken und du wirst schon bald deine KPIs erreichen.

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