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E‑Commerce‑Kennzahlen, die alle Unternehmer verfolgen sollten

Als Unternehmer kann es eine Herausforderung sein, den Überblick über all die Daten zu behalten, die deine Website erfasst. Hier ist ein Leitfaden zu den wichtigsten E‑Commerce‑Kennzahlen.

Mit einem Online-Shop an den Start zu gehen, kann einige Herausforderungen mit sich bringen. Dabei gilt es, einiges zu berücksichtigen – von der Auswahl der geeigneten Produkte bis hin zur Einrichtung deiner Zahlungs- und Versandsysteme. Einer der wichtigsten Aspekte beim Betrieb eines Online-Shops ist jedoch die Überwachung der E-Commerce-Kennzahlen.

Gerade in der ersten Zeit kann es verlockend sein, sich nur darauf zu konzentrieren, Umsatz zu erzielen. Wenn du aber möchtest, dass dein Unternehmen wächst, musst du von Anfang an wichtige Kennzahlen erfassen. Dadurch erhältst du ein klares Bild davon, wie dein Unternehmen abschneidet und in welchen Bereichen du dich noch verbessern musst.

E-Commerce-Kennzahlen sind im Grunde genommen Statistiken, die zeigen, wie gut dein Online-Shop läuft. Indem du diese Kennzahlen verfolgst, kannst du Bereiche identifizieren, in denen du Änderungen vornehmen musst, und den Erfolg dieser Änderungen messen.

Was sind E-Commerce-Kennzahlen?

E-Commerce-Kennzahlen sind Leistungsindikatoren, mit denen Unternehmen den Fortschritt und Erfolg ihrer Online-Verkaufsaktivitäten messen. Dazu können verschiedene Bereiche gehören – vom Website-Traffic und den Konversionsraten bis hin zur Kundenzufriedenheit und dem durchschnittlichen Bestellwert.

Durch das Tracking wichtiger Kennzahlen können Unternehmen dann die Bereiche identifizieren, in denen sie gut abschneiden, und solche, in denen noch Möglichkeiten für Verbesserungen bestehen.

Auch wenn jedes Unternehmen andere E-Commerce-Ziele hat, gibt es einige allgemeine Berichte und Analysen, die es wert sind, verfolgt zu werden. Dazu gehören der Website-Traffic, Konversionsraten, Warenkorbabbruchraten, der durchschnittliche Bestellwert und die Kundenzufriedenheit. Diese Kennzahlen geben Unternehmen Aufschluss über ihre Online-Verkaufsleistung. Ausgehend davon können sie Änderungen vornehmen, um ihre Ergebnisse zu verbessern.

Was ist der Unterschied zwischen einem KPI und einer Metrik?

E-Commerce-Kennzahlen und KPIs sind beides Marketingbegriffe, die jeder kennen sollte. Ein Key Performance Indicator (KPI) spiegelt jedoch deine unternehmerische Performance wider und ist somit ein Wert, den du verbessern möchtest. Dein Ziel könnte zum Beispiel sein, die Konversionsrate deiner Website um 2 % zu erhöhen. In diesem Fall wäre deine KPI die Konversionsrate.

Eine Kennzahl ist hingegen ein Wert, der zur Messung oder Bewertung dient. Im obigen Beispiel wäre die Kennzahl der Website-Traffic. Es ist wichtig, sowohl KPIs als auch Kennzahlen zu erfassen, da sie dir unterschiedliche Einblicke in die Performance deines Unternehmens geben können.

Nehmen wir beispielsweise an, du möchtest die Konversionsrate deiner Website steigern. Du siehst dir die Traffic-Kennzahlen deiner Website an und bemerkst, dass du viele Besucher hast, aber deine Konversionsrate niedrig ist. Das könnte bedeuten, dass deine Website nicht optimal auf Konversionen ausgelegt ist oder dass deine Produktseiten nicht überzeugend sind.

Beim Blick auf deine Konversionsrate stellst du fest, dass sie hoch ist, dein Website-Traffic jedoch niedrig. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass du dich darauf konzentrieren musst, mehr Besucher auf deine Website zu lenken.

Während Key Performance Indicators (KPIs) also konkrete Werte sind, die du verbessern möchtest, sind Kennzahlen Messgrößen, die dir Aufschluss darüber geben, was du tun musst, um deine KPIs zu verbessern.

Warum das Tracking der richtigen Kennzahlen entscheidend für Wachstum ist

Die meisten Online-Unternehmer überprüfen ihre Zahlen, wenn etwas nicht nach Plan verläuft, beispielsweise wenn die Umsätze zurückgehen, die Besucherzahlen sinken oder eine Kampagne nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Wer jedoch erst dann seine Daten prüft, wenn ein Problem auftritt, wird stets hinterherhinken.

Wenn du die E-Commerce-Kennzahlen konsequent verfolgst, erhältst du ein klareres und zuverlässigeres Bild davon, wie dein Unternehmen tatsächlich abschneidet. So kannst du auf die Zahlen reagieren, bevor aus kleinen Problemen größere werden.

Übergang von reaktiver zu proaktiver Datenanalyse

Es ist ein großer Unterschied, ob du nach einer schlechten Woche einen Blick auf dein Dashboard wirfst oder es dir zur Gewohnheit machst, deine Daten regelmäßig zu überprüfen.

Wenn du Kennzahlen nach einem festgelegten Zeitplan verfolgst, beginnen sich Muster abzuzeichnen. Denn so bemerkst du es, wenn sich das Kundenverhalten ändert, eine Traffic-Quelle schlechter abschneidet oder deine Marketingbemühungen nicht mehr den gewohnten Erfolg bringen. Diese Art von Transparenz ermöglicht es dir, intelligentere und nicht nur schnellere Entscheidungen zu treffen.

Dein Ziel sollte es sein, dich mit deinen Zahlen so vertraut zu machen, dass du auffällige Muster erkennen und reagieren kannst, bevor dich Versäumnisse teuer zu stehen kommen.

Festlegen von Benchmarks für deine spezifische Branche

Nicht jede Kennzahl sieht in allen Branchen gleich aus, und das gilt es zu berücksichtigen, wenn du deine eigene Performance bewertest. Eine Konversionsrate von 2 % kann in einer Kategorie sehr gut sein, in einer anderen jedoch enttäuschend. Ohne Benchmarks ist es schwierig zu beurteilen, ob die Zahlen, die du siehst, etwas sind, auf dem du aufbauen kannst, oder etwas, das du verbessern musst.

Wenn du konsequent wichtige E-Commerce-Kennzahlen verfolgst, erstellst du deine eigenen Richtwerte, die häufig aussagekräftiger sind als Branchendurchschnitte. Deine historischen Daten zeigen dir, was für dein Unternehmen, deine Zielgruppe und deine saisonalen Muster normal ist.

Ausgehend von diesen konkreten Fakten kannst du realistische Ziele setzen, Fortschritte festmachen und Anpassungen vornehmen.

Wichtige E-Commerce-Kennzahlen, die du verfolgen solltest

Betreibern von Online-Shops stehen Daten zuhauf zur Verfügung. Die Herausforderung besteht darin, zu erkennen, welche Zahlen tatsächlich deine Aufmerksamkeit verdienen. Einige Kennzahlen geben dir einen direkten Einblick in die Performance deiner Marketing- und Vertriebsbemühungen.

Andere wiederum decken Schwachstellen im Kundenerlebnis auf, die dir Konversionen kosten, ohne dass du es überhaupt bemerkst. Die Kennzahlen, die es wert sind, konsequent verfolgt zu werden, sind diejenigen, die dir etwas Verwertbares mitteilen, nicht nur etwas Interessantes. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Kennzahlen, die du auf deinem Radar haben solltest:

Customer Lifetime Value

Der Customer Lifetime Value (CLV) ist der Gesamtbetrag, den ein Kunde während der gesamten Beziehung zu deinem Unternehmen für deine Produkte oder Dienstleistungen ausgibt. Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir hilft, den langfristigen Wert deiner Kunden zu beurteilen.

So berechnest du den CLV

Dir stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, um den CLV zu berechnen. Die gängigste Methode ist jedoch, den durchschnittlichen Bestellwert mit der durchschnittlichen Anzahl der Käufe pro Kunde zu multiplizieren.

Hier ist die Formel zur Berechnung des Customer Lifetime Value:

Customer Lifetime Value = Durchschnittlicher Bestellwert x Durchschnittliche Anzahl der Einkäufe

Nehmen wir beispielsweise an, dass der durchschnittliche Bestellwert auf deiner Website 100 USD beträgt und der durchschnittliche Kunde 3 Einkäufe pro Jahr tätigt. In diesem Fall würde der Lifetime Value deines Kunden 300 USD betragen.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir hilft, den langfristigen Wert deiner Kunden einzuschätzen. Wenn du weißt, dass ein durchschnittlicher Kunde für dein Unternehmen 300 USD wert ist, kannst du deine Marketing- und Akquisitionsbemühungen gezielter abstimmen.

So verbesserst du den CLV

Die gängigste Methode zur Steigerung des CLV ist die Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts. Dies kann durch Upselling und Cross-Selling von Produkten auf deiner Website erreicht werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung des Customer Lifetime Value besteht darin, die Anzahl der Käufe zu erhöhen, die Kunden tätigen. Das gelingt dir beispielsweise durch Treueprogramme oder Marketingkampagnen, die die Kunden zu häufigeren Käufen animieren.

Kundenbindungsrate

Hierbei handelt es sich um den Prozentsatz der Kunden, die nach ihrem ersten Kauf weiterhin mit dir Geschäfte machen. Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir hilft, einzuschätzen, wie gut es um deine Kundenbindung bestellt ist.

Wie lässt sich die Kundenbindungsrate messen?

Es gibt verschiedene Methoden, um diese Raten zu berechnen. Am einfachsten ist es jedoch, die Anzahl der Kunden zu Beginn eines Zeitraums durch die Anzahl der Kunden am Ende dieses Zeitraums zu dividieren.

Hier ist die Formel zur Berechnung der Kundenbindungsrate:

Kundenbindungsrate = Kunden zu Beginn des Zeitraums / Kunden am Ende des Zeitraums

Nehmen wir beispielsweise an, du hattest zu Beginn des Jahres 100 Kunden und am Ende des Jahres 80 Kunden. In diesem Fall würde deine Kundenbindungsrate bei 80 % liegen.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir hilft, einzuschätzen, wie gut es um deine Kundenbindung bestellt ist. Eine hohe Kundenbindungsrate ist ein Zeichen dafür, dass du alles richtig gemacht hast, um deine Kunden zufrieden zu stellen.

Warum ist die Kundenbindungsrate wichtig?

Nachfolgend sind einige der Gründe aufgeführt, warum die Kundenbindungsrate so wichtig ist:

  • Es ist einfacher und kostengünstiger, bestehende Kunden zu halten, als neue zu gewinnen.
  • Bestehende Kunden kaufen eher wieder bei dir.
  • Bestehende Kunden empfehlen dir eher neue Kunden.
  • Bestehende Kunden geben dir eher wertvolles Feedback.

Wenn du die Kundenbindungsrate nicht verfolgst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen. Denn schließlich ist sie eine der wichtigsten Kennzahlen für E-Commerce-Unternehmen, die dir einen Einblick in die Gesundheit deines Unternehmens geben kann.

Umsatzkonversionsrate

Die Umsatzkonversionsrate ist der Prozentsatz der Besucher deiner Website, die einen Kauf tätigen. Das ist wahrscheinlich die wichtigste Kennzahl für jedes E-Commerce-Unternehmen, da sie direkt misst, wie gut es dir mit deinem Online-Shop gelingt, Besucher in zahlende Kunden umzuwandeln.

  • Was du am besten unternehmen solltest, um deine Umsatzkonversionsrate zu steigern:
  • Design und Benutzererfahrung deiner Website optimieren
  • Marktgerechte Preise sicherstellen
  • Rabatte und Sonderangebote anbieten
  • Produktbeschreibungen verbessern
  • Kunden es erleichtern, auf deiner Website das zu finden, wonach sie suchen

Wie berechnet man die Umsatzkonversionsrate?

Um deine Umsatzkonversionsrate zu ermitteln, teilst du einfach die Anzahl der Verkäufe durch die Anzahl der Besucher deiner Website. Wenn du zum Beispiel 100 Besucher auf deiner Website hattest und 10 einen Kauf getätigt haben, beträgt deine Umsatzkonversionsrate 10 %.

Die Formel für die Umsatzkonversionsrate lautet:

Umsatzkonversionsrate = Anzahl der Verkäufe / Anzahl der Besucher

Warum ist die Umsatzkonversionsrate wichtig?

Deine Umsatzkonversionsrate gibt dir Aufschluss darüber, wie effektiv deine Website Besucher in zahlende Kunden verwandelt.

Eine niedrige Umsatzkonversionsrate bedeutet, dass die meisten Besucher deiner Website nichts bei dir kaufen. Das kann verschiedene Ursachen haben, wie hohe Preise, schlechte Produktbeschreibungen oder eine unübersichtliche Benutzeroberfläche.

Die Verbesserung deiner Umsatzkonversionsrate ist eine der effektivsten Möglichkeiten, den Umsatz für dein Unternehmen zu steigern. Selbst ein kleiner Anstieg der Konversionsrate kann schon einen großen Einfluss auf dein Ergebnis haben.

Was ist eine gute Umsatzkonversionsrate?

Es gibt keine magische Zahl, wenn es um die Umsatzkonversionsrate geht. Die durchschnittliche Umsatzkonversionsrate für E-Commerce-Websites liegt bei etwa 2–3 %. Die Websites mit der besten Performance weisen jedoch Konversionsraten von 10 % oder mehr auf.

Customer Acquisition Cost

Die Kundenakquisitionskosten (CAC; Customer Acquisition Cost) bezeichnen den Gesamtbetrag, den du ausgibst, um einen einzigen neuen Kunden zu gewinnen. Von bezahlten Ads und der Erstellung von Inhalten bis hin zu den Kosten für das Vertriebsteam und die Software – darin sind alle Ausgaben enthalten, die mit der Umwandlung von potenziellen Kunden in Käufer verbunden sind.

Wenn du diese Kennzahl genau im Auge behältst, kannst du besser nachvollziehen, ob sich deine Marketing- und Vertriebsbemühungen tatsächlich auszahlen.

Wie berechnet man die Kundenakquisitionskosten?

Die Formel zur Berechnung der Kundenakquisitionskosten ist ganz einfach: Teile deine gesamten Marketing- und Vertriebsausgaben in einem bestimmten Zeitraum durch die Anzahl der in diesem Zeitraum gewonnenen Kunden.

CAC = Gesamtausgaben für Marketing und Vertrieb ÷ Gewonnene Kunden

Wenn du beispielsweise in einem Monat 6.000 USD für Marketing ausgibst und 100 neue Kunden gewinnen gewonnen hast, betragen deine Kundenakquisitionskosten 60 USD. Sobald du diese Zahl kennst, kannst du sie mit deinem durchschnittlichen Bestellwert und dem Customer Lifetime Value vergleichen, um festzustellen, ob deine Akquisitionsausgaben nachhaltig sind.

Warum sind die Kundenakquisitionskosten ein wichtiger Indikator für die Effektivität?

Die Kundenakquisitionskosten sind eine der aussagekräftigsten Marketingkennzahlen für E-Commerce-Shops. Wenn sie weiter steigen, dein Umsatzwachstum damit aber nicht Schritt halten kann, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas in deinem Verkaufstrichter Aufmerksamkeit erfordert – sei es das Ad-Targeting, die Performance der Landingpage oder das Angebot selbst.

Wenn die Kundenakquisitionskosten im Verhältnis zu den Ausgaben der Kunden im Laufe der Zeit niedrig sind, bedeutet das, dass deine Geschäftsstrategie erfolgreich ist. Wenn sie hingegen hoch sind, entgehen dir wahrscheinlich wichtige Einnahmen.

Wie kannst du deine Kosten für die Kundengewinnung senken?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Kundenakquisitionskosten zu senken, ohne die Qualität der gewonnenen Kunden zu beeinträchtigen. Hier sind einige Punkte, die besondere Aufmerksamkeit verdienen:

  • Konzentriere dich auf die Kundenbindung: Mit Kundenbindungsprogrammen gibst du bestehenden Kunden einen Grund, immer wieder zurückzukehren. So sind deine Ausgaben niedriger, als wenn du sie durch neue Kunden ersetzen würdest. Stammkunden zu binden ist fast immer günstiger, als neue Kunden zu gewinnen.
  • Verbessere dein Targeting: Wenn du die richtige Zielgruppe erreichst, entgehen dir weniger Impressionen und Klicks. Die Optimierung deines Targetings im Rahmen von bezahlten Kampagnen kann einen erheblichen Einfluss darauf haben, was du pro Neukunde ausgibst.
  • Nutze organische Kanäle: SEO und E-Mail-Marketing sind in der Regel mit niedrigeren langfristigen Kosten verbunden als bezahlte Akquise. So bist du im Laufe der Zeit weniger abhängig von kostenpflichtigen Kanälen.
  • Teste deinen Bezahlvorgang: Kleine Verbesserungen an Landingpages, Ad-Texten oder dem Kaufprozess können die Konversionsraten erhöhen und deine Kosten pro Akquise senken, ohne dass du dafür dein Budget erhöhen musst.

Durchschnittlicher Bestellwert

Der durchschnittliche Bestellwert (AOV; Average Order Value) misst, wie viel Kunden in der Regel für eine einzelne Transaktion auf deiner E-Commerce-Website ausgeben. Es handelt sich dabei um eine einfache Kennzahl, die jedoch einen direkten Einfluss auf deinen Gewinn hat und eine der schnellsten Möglichkeiten darstellt, deinen Umsatz zu steigern, ohne deinen Traffic zu erhöhen.

Wie berechnet man den AOV?

Teile deinen Gesamtumsatz über einen bestimmten Zeitraum durch die Anzahl der Bestellungen in diesem Zeitraum.

AOV = Gesamtumsatz ÷ Anzahl der Bestellungen

Wenn dein Shop beispielsweise im letzten Monat mit 400 Bestellungen 20.000 USD eingenommen hat, beträgt dein AOV 50 USD. Die meisten Analysetools zeigen das automatisch an. Dennoch lohnt es sich zu wissen, wie sich diese Zahl zusammensetzt, damit du erkennen kannst, was sie nach oben oder unten beeinflusst.

Warum ist der AOV wichtig für die Rentabilität?

Wenn du den AOV erhöhst, erzielst du mehr Umsatz mit der gleichen Anzahl von Website-Besuchern – ohne mehr für die Akquise auszugeben. Das verbessert direkt deine Gewinnmargen.

Maßnahmen wie Produktbündelungen, Upselling an der Kasse und Mindestbestellwerte für kostenlosen Versand sollen Kunden dazu bewegen, etwas mehr pro Bestellung auszugeben. Selbst ein kleiner Anstieg summiert sich bei Hunderten oder Tausenden von Transaktionen schnell.

Rate abgebrochener Warenkörbe

Die Warenkorbabbruchrate erfasst den Anteil der Website-Besucher, die Artikel in ihren Warenkorb legen, die Website aber verlassen, ohne sie zu kaufen. Für die meisten Online-Unternehmen ist diese Zahl höher als erwartet und stellt ein ungenutztes Umsatzpotenzial dar, das sich aber mit der richtigen Strategie aktivieren lässt.

Wie misst man Warenkorbabbrüche?

Teile die Anzahl der abgeschlossenen Käufe durch die Anzahl der angelegten Warenkörbe, ziehe diesen Wert von 1 ab und multipliziere ihn mit 100.

Warenkorbabbruchrate = (1 − (Abgeschlossene Käufe ÷ Erstellte Warenkörbe)) × 100

Wenn beispielsweise 500 Personen einen Warenkorb erstellt und 150 einen Kauf abgeschlossen haben, beträgt deine Abbruchrate 70 %. Durch die konsequente Verfolgung dieser Kennzahl kannst du feststellen, ob sich Probleme beim Bezahlvorgang im Laufe der Zeit verbessern oder verschlechtern.

Warum verlassen Kunden die Website, ohne etwas zu kaufen?

Meistens gibt es mehr als nur einen einzigen Grund, warum Kunden ihren Warenkorb abbrechen, und genau das macht es so schwierig, das Problem anzugehen. Aus folgenden Gründen verlassen Käufer möglicherweise den Kaufprozess, ohne einen Kauf abzuschließen:

  • Unerwartete Kosten: Versandkosten, Steuern oder andere Gebühren, die erst später im Bezahlvorgang angezeigt werden, können dazu führen, dass ein Kauf abgebrochen wird. Kunden, die vom Endpreis überrascht sind, überlegen es sich mit höherer Wahrscheinlichkeit anders.
  • Komplizierter Bezahlvorgang: Zu viele Schritte, die erforderliche Erstellung eines Accounts oder ein langsamer Prozess verleiten Kunden dazu, den Kauf abzubrechen. Die Reduzierung von Reibungspunkten ist eine der zuverlässigsten Methoden, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern und verlorene Umsätze zurückzugewinnen.
  • Nur schauen: Manche Käufer legen Artikel in ihren Einkaufswagen, um sie zu speichern oder zu vergleichen – sie hatten nie die feste Absicht, sie zu kaufen. Retargeting-Kampagnen und E-Mails zu abgebrochenen Warenkörben können helfen, einige dieser Käufer zurückzugewinnen.
  • Vertrauensbedenken: Wenn deine Seite nicht sicher oder professionell wirkt, zögern Käufer vielleicht, ihre Zahlungsinformationen einzugeben. Klare Vertrauenssignale – wie Bewertungen, „Sicheres bezahlen“-Badges und ein übersichtliches Design – können viel bewirken.

Return on Ad Spend

Der Return on Ad Spend (ROAS) zeigt dir, wie viel Umsatz du für jeden Dollar zurückerhältst, den du für Marketing oder Werbung ausgibst. Dabei handelt es sich um eine der direktesten Methoden, um zu beurteilen, ob deine bezahlten Kampagnen erfolgreich sind. Der ROAS gehört zu den grundlegenden E-Commerce-Kennzahlen, die du regelmäßig verfolgen solltest.

So berechnest du den ROAS

Teile den durch deine Ads erzielten Umsatz durch den Gesamtbetrag, den du für diese Ads ausgegeben hast.

ROAS = Aus Ads erzielter Umsatz ÷ Ad-Ausgaben

Wenn du beispielsweise 1.000 USD für eine Kampagne ausgegeben hast und diese einen Umsatz von 4.000 USD generiert hat, beträgt dein ROAS 4:1. Das bedeutet, dass du für jeden investierten Dollar vier zurückbekommen hast.

Was ist ein guter ROAS für E-Commerce?

Es gibt keinen universellen Benchmark für den ROAS. Der richtige Wert hängt von deinen Gewinnmargen, deinem Geschäftsmodell und deinen Produkten ab. Allerdings wird ein ROAS von 4:1 häufig als sinnvoller Ausgangspunkt für viele E-Commerce-Unternehmen genannt.

Produkte mit höheren Margen können einen niedrigeren ROAS aufweisen und dennoch profitabel sein, während Produkte mit niedrigeren Margen einen höheren Ertrag erfordern, um die Ausgaben zu rechtfertigen. Das Wichtigste ist, deine eigenen Zahlen gut genug zu kennen, um zu bestimmen, welcher ROAS für dein Unternehmen tatsächlich Rentabilität bedeutet, und diesen als dein Ziel zu verwenden.

Bounce-Rate

Ein „Bounce“ entsteht, wenn jemand deine Seite besucht und sie dann verlässt, ohne eine weitere Aktion durchzuführen. Die Bounce-Rate ist der Prozentsatz der Besucher, die auf deiner Website landen und dann wieder „abspringen“.

Warum ist eine hohe Bounce-Rate schlecht?

Eine hohe Bounce-Rate deutet darauf hin, dass Besucher deine Website aufrufen, jedoch nicht das finden, wonach sie suchen. Das könnte daran liegen, dass deine Inhalte für ihre Bedürfnisse irrelevant sind oder dass sie sich auf deiner Website nicht so leicht zurechtfinden.

In jedem Fall ist es wichtig, die Bounce-Rate zu reduzieren, wenn du die Performance deiner Website verbessern möchtest.

Wie berechnest du deine Bounce-Rate?

Um deine Bounce-Rate zu berechnen, teilst du die Anzahl der Personen, die deine Website besuchen und „abspringen“, durch die Gesamtzahl der Besucher deiner Website. Wenn beispielsweise 100 Personen deine Website besuchen und 60 von ihnen die Website verlassen, ohne weitere Aktionen durchzuführen, dann beträgt deine Bounce-Rate 60 %.

Hier ist die Formel:

Bounce-Rate = (Anzahl der Besucher, die die Website verlassen / Gesamtzahl der Website-Besucher) x 100

Was ist eine gute Bounce-Rate?

Es gibt keinen Richtwert für eine „gute“ Bounce-Rate. Diese variiert je nach Branche, Unternehmenszielen und anderen Faktoren. Als allgemeine Richtlinie von SEMRush gilt jedoch, dass eine höhere Bounce-Rate (über 40 %) in der Regel als schlecht angesehen wird, während eine niedrige Bounce-Rate (zwischen 26 % und 40 %) meist als gut betrachtet wird.

Wie kann ich meine Bounce-Rate reduzieren?

Du kannst verschiedene Methoden ausprobieren, um deine Bounce-Rate zu reduzieren. Hier ein paar Beispiele:

  • Stelle sicher, dass deine Inhalte für deine Zielgruppe relevant und nützlich sind.
  • Verbessere die Navigation und Benutzerfreundlichkeit deiner Website.
  • Verwende effektive Calls-to-Action, um Besucher dazu zu ermutigen, auf deiner Website zu bleiben und weitere Aktionen durchzuführen.
  • Teste verschiedene Design-Elemente, um herauszufinden, was für deine Besucher am besten funktioniert.

Indem du die Bounce-Rate verfolgst und Maßnahmen zu ihrer Reduzierung ergreifst, kannst du die Gesamtleistung deiner Website verbessern.

Was solltest du mit all diesen Daten machen?

Nachdem du nun weißt, welche wichtigen E-Commerce-Kennzahlen du verfolgen solltest, ist es an der Zeit, dieses Wissen in die Tat umzusetzen. Nutze diese Kennzahlen, um die Performance deiner Website zu verfolgen und Bereiche zu identifizieren, in denen du dich verbessern musst.

Wenn beispielsweise deine Umsatzkonversionsrate niedrig ist, solltest du verschiedene Designelemente testen oder deine Produktbeschreibungen optimieren, um zu sehen, ob du die Konversionsrate steigern kannst.

Denk daran: Entscheidend ist, diese Kennzahlen regelmäßig im Blick zu behalten und die Daten als Entscheidungsgrundlage für die Verbesserung deiner Website zu nutzen. Indem du diese E-Commerce-Kennzahlen verfolgst, kannst du sicherstellen, dass dein Unternehmen auf dem richtigen Weg ist.

Wenn du Hilfe beim Einstieg benötigst oder dir nicht sicher bist, welche Kennzahlen für dein Unternehmen am wichtigsten sind, solltest du eine Partnerschaft mit Mailchimp in Betracht ziehen. Mailchimp verfügt über mehr als 2 Milliarden Datenpunkte, aus denen sich intelligente Empfehlungen ableiten lassen.

Wir unterstützen dich gerne dabei, die wichtigsten E-Commerce-Kennzahlen zu identifizieren, die du verfolgen solltest, und beraten dich, wie du die Performance deiner Website verbessern kannst. Darüber hinaus bieten wir wertvolle Einblicke in Automatisierungen und zeitsparende Tools für einen effizienteren Betrieb.

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